Richemont übernimmt zwei jurassische Zulieferer

Richemont

Genf – Der Genfer Luxusgüterkonzern Richemont hat die zwei jurassischen Uhrenindustrie-Zulieferer Varin Varinor und Varin-Etampage übernommen. In einer privaten Transaktion habe Richemont das gesamte Kapital der beiden unter dem Dach der VVSA zusammengefassten Gesellschaften erworben, teilte der Konzern mit und bestätigte damit eine Meldung der Westschweizer Tageszeitung «Le Temps».

VVSA sei als Hersteller hochwertiger Uhrenkomponenten, Gold-Veredler und Produzent von Halbfertigprodukten aus Edelmetallen ein langjähriger Partner der Marken und Produzenten der Richemont-Gruppe, heisst es weiter. Das erworbene technischen Know-how der rund 250 Mitarbeitenden werde die industriellen Fähigkeiten der Gruppe stärken, wobei das Management – bestehend aus Damien Donzé, Alain Munier und Béat Chételat – sich dazu verpflichtet habe, das Unternehmen weiter zu leiten.

Die Transaktion, die bis Ende März 2013 abgeschlossen sein soll, werde keinen materiellen Einfluss auf die Vermögenslage oder die Profitabilität der Gruppe haben, heisst es weiter. Ein Kaufpreis wird in der Mitteilung nicht genannt.

Industrieunternehmen mit Sitz in Delsberg
Die beiden Schwesterngesellschaften Varin Varinor und Varin-Etampage haben beide ihren Sitz in unmittelbarer Nähe in der Industriezone Delsbergs, wie «Le Temps» in ihrem Bericht schreibt. Varin Varinor ist auf die Herstellung von Halbfertigprodukten aus Edelmetallen spezialisiert und beschäftigt rund 110 Mitarbeitende. Die vielfach aus Legierungen von Gold, Silber und Platin hergestellten Produkte in Stangen- oder Barrenform dienen als Ausgangsmaterial für Uhrengehäuse und -bauteile.

Varin-Etampage wiederum ist auf die Kaltumformung von hochwertigen Komponenten spezialisiert. Ein Grossteil der Kunden stammen aus der Uhrenindustrie, die Umformtechnik wird aber auch für medizinische und zahntechnische Anwendungen sowie für die Herstellung von hochwertigen Mobiltelefonkomponenten eingesetzt. Varin-Etampage beschäftige rund 135 Mitarbeitende.

Richemont verschaffe sich mit der Übernahme der beiden Unternehmen direkten Zugang zu wichtigen Arbeitsschritten in der Herstellung von Uhrengehäusen und -komponenten, so der Bericht. Uhrenmarken, die nicht zur Richemont-Gruppe gehören – wie etwa Rolex oder Patek Philippe -, sollen aber weiter beliefert werden. (awp/mc/pg)

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