Rieter verkauft Beteiligung an indischem Joint Venture

Erwin Stoller

Erwin Stoller, Executive Chairman Rieter AG.

Winterthur – Das Traditionsunternehmen Rieter verkauft alle Aktien am indischen Joint Venture Rieter-LMW Machinery an den Partner Lakshmi Machine Works. Der Abschluss der Transaktion werde für August 2011 erwartet, teilt Rieter am Freitag mit. Bis Ende Juni führe das Joint-Venture-Unternehmen die Produktion für Rieter weiter. Zu den finanziellen Details werden keine Angaben gemacht.

Weiter habe Rieter in den letzten Wochen ein von Lakshmi Machine Works lanciertes Aktienrückkaufprogramm dazu genutzt, um den Anteil an Lakshmi zu reduzieren.

Verändertes Marktumfeld in Indien
Rieter-LMW Machinery wurde im Jahr 1994 als 50:50-Joint-Venture gegründet. Seither habe sich das Marktumfeld in Indien verändert. Beide Parteien wollten sich nun auf ihre eigenen Stärken konzentrieren und hätten für das Joint Venture eine gute Lösung gefunden, so die Begründung für den Ausstieg von Rieter. Dabei wird Lakshmi Machine Works alle Aktien, die Rieter am Joint Venture hält, kaufen und führt die Produktion am jetzigen Standort Coimbatore mit den rund 450 Mitarbeitenden weiter. Die Lieferanten des Joint Ventures würden zu gegebener Zeit kontaktiert, um Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit ihnen zu besprechen, so Rieter weiter.

«Logischer Schritt»

Die Transaktion sei ein logischer Schritt in der Strategie von Rieter, die eigene Präsenz in Indien auszubauen. Dadurch könne die Gruppe die Kunden in diesem Markt noch besser bedienen. Das neue Werk in Wing, Maharashtra, erlaube es, Ringspinnmaschinen für den indischen Markt zu produzieren. Rieter beschäftigt derzeit rund 975 Mitarbeitende an den zwei Produktionsstätten in Wing und in Koregaon Bhima bei Pune (Maharashtra). Dazu kommen über 100 Mitarbeitende im Verkauf, in der Verkaufsunterstützung und im Service. (awp/mc/ps)

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