Roche-CEO fordert „realistische Erwartungen“ für 2018

Severin Schwan
Roche-CEO Severin Schwan. (Foto: Roche)

Basel – Severin Schwan, CEO von Roche, zeigt sich in der Einschätzung der Lage von Roche vorsichtig. Die den Patentschutz verlierenden Medikamente seien sehr profitabel, auf der anderen Seite müssten die neuen Medikamente erst lanciert werden, sagte er in einem Interview mit der „Financial Times“ (Ausgabe 16.01.). Dadurch gebe es viel Druck auf die Marge.

Nach einem der stärksten Jahre, was die Entwicklung der Pipeline angehe, müssten deshalb die Erwartungen für 2018 realistisch bleiben, so Schwan. Bei den Kosten für neue Medikamente gelte es auch die Marketingkosten mit einzuberechnen. Einerseits hoffe man auf eine Kompensation der wegfallenden Umsätze, andererseits seien die Margen der neuen Medikamente in diesem frühen Stadium noch nicht vergleichbar.

Sobald die Biosimilars weitere Verbreitung gefunden haben, dürfte sich das Umsatzwachstum in den USA laut Schwan verlangsamen. Er hofft gleichzeitig, dass bis dann dieser Effekt in Europa habe aufgefangen werden können und dass Roche dann eine Basis für neues Wachstum habe.

Verbesserungen der Produktivität und der Effizienz
Mit Verweis auf laufenden Budget-Diskussionen im Vorfeld der Resultate von Anfang Februar fügte er an, dass für Roche Fragen zur Verbesserungen der Produktivität und der Effizienz im Zentrum stünden.

Mit Blick auf die Dividende verwies Schwan darauf, dass Roche eine weitere Erhöhung der Ausschüttung prognostiziert habe. (awp/mc/ps)

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