Roche GS stark nach soliden Neunmonatszahlen und jüngster Korrektur

Roche
(Foto: Roche)

Roche-Hauptsitz in Basel. (Foto: Roche)

Zürich – Die Genussscheine des Pharma-Konzerns Roche sind am Donnerstag im frühen Handel gesucht. Die Käufe in den «Bons» werden von Marktbeobachtern einerseits auf die Verkaufsentwicklung in den ersten neun Monaten zurückgeführt, die die Konsenserwartungen übertroffen hat. Zudem ist das mit Intermune kürzlich übernommene neue Medikament Esbriet in den USA früher als erwartet zugelassen worden, was ebenfalls belebe. Andererseits haben die Titel – wie jene des Mitbewerbers Novartis auch – in den vergangenen Tagen überdurchschnittlich an Terrain verloren. Der solide Zwischenausweis habe so eine technische Korrektur begünstigt, hiess es weiter.

Die Roche GS notieren um 09.30 Uhr um 1,6% höher auf 263,00 CHF. Der Gesamtmarkt, gemessen am Swiss Market Index, verliert um 0,17%, vor allem belastet durch deutlich schwächere Nestlé-Aktien. Die Titel des Mitbewerbers Novartis ziehen im Gefolge um 0,7% an.

«Solider» oder «starker» Zwischenausweis
Der Zwischenausweis des Pharma-Konzerns wird von Analysten in ersten Kommentaren meist als «solid» oder «stark» beurteilt, die Konsensusprognosen sind übertroffen worden. Zudem sei erwartet worden, dass der bisherige Ausblick auf das Gesamtjahr bestätigt werde, so die Kommentare. Roche habe in einem für den Konzern relativ schwierigen Jahr «starke Zahlen» ausgewiesen, kommentiert beispielsweise Michael Romer von J. Safra Sarasin. «Zusammen mit der Zulassung und dem ‹premium pricing› von Esbriet in den USA sollten sie die Ausgangslage für ein weiteres starkes Jahr der Roche-Titel bilden.»

Im weiteren wird auf die Umsatzentwicklung einzelner Produkte eingegangen, wo der Konzern vor allem bei den Krebsmedikamenten, aber nicht nur in dieser Medikamentenkategorie, zulegen konnte. «Die Verkäufe von Herceptin, Tamiflu, Xolair und Diabetes Care sind über den Erwartungen gelegen», kommentiert so etwa Jeffrey Holford von Jefferies. Die Markteinführungen von Perjeta und Kadcyla habe indessen den Erwartungen entsprochen.

ZKB: Umsatzerwartungen übertroffen
«Die geschätzten Umsatzzahlen konnten mit beiden Divisionen und in allen Regionen übertroffen werden», ist das Fazit einer breiteren Betrachtung von Michael Nawrath von der Zürcher Kantonalbank (ZKB). «Das zugrundeliegende Wachstum ist im Trend der vergangenen Quartale ausgefallen», so Christoph Gretler von der Credit Suisse (CS). Von leicht über dem Konsens liegenden Absätzen spricht Odile Rundquist von Baader Helvea.

Jefferies bewertet den Roche GS mit «Buy» (Kursziel: 310 CHF), die CS mit «Outperform» (300 CHF), Baader Helvea mit «Buy» (285 CHF), die ZKB mit «Übergewichten» und Safra Sarasin mit «Buy». «Roche ist nicht billig, bietet aber die überzeugendste und stabilste Wachstumsstory unter den Mitbewerbern», heisst es bei Safra Sarasin dazu. (awp/mc/ps)

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