Salt erzielt im ersten Quartal Umsatz auf Vorjahresniveau

Andreas Schönenberger
Salt-CEO Andreas Schönenberger. (Foto: Salt)

Renens VD – Höhere Umsätze mit verkauften Geräten und mehr Handyabokunden: der Mobilfunkanbieter Salt hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2018 die Umsatzrückgänge der Vorquartale gestoppt und einen Umsatz auf Höhe der Vorjahresperiode erzielt. Mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatte das Unternehmen allerdings bei den Geschäftskunden und beim neuen Glasfaserangebot.

Konkret erreichte der Umsatz von Salt in den ersten drei Monaten 248,5 Millionen Franken. Das ist ganz wenig mehr als im gleichen Vorjahresezeitraum (248,4 Mio Franken). Beim Betriebsgewinn vor Abzug von Abschreibungen und Amortisaitonen (EBITDA) gelang dem Unternehmen eine Steigerung um 10,4 Prozent auf 110,6 Millionen Franken. Die Marge verbesserte sich von 40,3 auf 44,5 Prozent, wie dem am Freitag publizierten Geschäftsbericht für das erste Quartal zu entnehmen ist.

Laut dem Bericht nahmen die Umsätze mit Geräteverkaufen dabei um 13,5 Prozent auf 43,1 Millionen Franken zu, was vor allem den höheren Preisen der neuen Smartphones zu verdanken sei. Ebenfalls profitieren konnte Salt von sinkenden Kosten. So gab das Unternehmen beispielsweise weniger für Roaming oder auch für Löhne aus. Salt hat weiter Personal abgebaut. Das Unternehmen hatte Ende März noch 683 Vollzeitstellen. Das sind 44 weniger als vor einem Jahr.

Des weiteren sanken die Verbindungskosten aufgrund tieferer Durchleitungsgebühren im Mobilfunk (Mobilfunk-Terminierungsgebühren). Die drei Mobilfunkanbieter Swisscom, Sunrise und Salt hatten sich 2016 auf eine Senkung dieser Gebühren geeinigt.

Schliesslich konnte Salt in den letzten 12 Monaten die Abokundenzahl um 4,1 Prozent auf 1,22 Millionen erhöhen.

Probleme mit Glasfaserangebot und Geschäftskunden
Probleme gab es im ersten Quartal laut Salt allerdings im Geschäftskundensegment. Dort herrsche hoher Preisdruck. Salt habe deshalb einzelne unprofitable Geschäfte nicht weitergeführt, was Kundenabgänge zur Folge gehabt habe.

Mit Pauken und Trompeten war Salt im März dieses Jahres ausserdem ins Festnetz- und Internetgeschäft zurückgekehrt. Das Angebot «Salt Fiber» sei erfolgreich lanciert worden und innerhalb der ersten 9 Wochen seit Einführung hätte man landesweit «mehrere tausend Anmeldungen verzeichnet», hiess es im Communiqués am Freitag. Allerdings hatte es auch hier einige Probleme gegeben. So war es beim Wechsel von Kunden zu Salt laut Berichten verschiedener Medien zu Beschwerden gekommen. Lange Wartezeiten bei der Aufschaltung sorgen beispielsweise für Unmut.

In der Mitteilung vom Freitag reagiert Salt auf die Vorwürfe und teilt mit, dass die «Herausforderungen aufgrund der mangelnden Standardisierung der Portabilität von Glasfasernetzdiensten» derzeit mit den Schweizer Regulierungsbehörden, den anderen Glasfaseranbietern sowie den verschiedenen Dienstleistern und Service-Partnern angegangen würden.

Erst Anfang Mai hatte die Konkurrenten Swisscom und Sunrise mitgeteilt, noch keinerlei Auswirkungen im Privatkundengschäft aufgrund der Glasfaseroffensive von Salt zu spüren. «Unsere Zahlen im Internet- und TV-Geschäft waren sehr gut», hatte Sunrise-Chef Olaf Swantee erklärt. Auch der Auftragseingang seit dem Start von Salt auf dem Markt habe sich sehr gut entwickelt, hiess es damals. (awp/mc/ps)

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