Santhera senkt in H1 den Nettoverlust um 63% auf 5,51 Mio CHF

Klaus Schollmeier

Klaus Schollmeier, CEO Santhera

Liestal – Das Spezialitätenpharma-Unternehmen Santhera konnte mit der vor Jahresfrist eingeleiteten Konzentration auf das Medikament Catena und einer entsprechenden Restrukturierung den Aufwand und somit den Verlust deutlich senken. Für das erste Halbjahr 2012 wird so noch ein Fehlbetrag von 5,51 Mio CHF ausgewiesen, der um 63% tiefer liegt als in der entsprechenden Vorjahresperiode. Der Nettomittelverbrauch konnte um 42% auf 7,18 Mio gesenkt werden.

Die liquiden Mittel von Santhera schrumpften weiter auf 16,2 Mio CHF, nach 23,4 Mio Ende 2011. Das Managment sieht das Unternehmen unverändert bis ins Jahr 2013 finanziert und damit weit über den erwarteten Entscheid der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA über die Marktzulassung von Catena bei Leber hereditärer Optikusneuropathie (LHON) hinaus, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag.

Catena mit Umsatz von 1,7 Mio CHF
Mit dem Medikament Catena wurde ein Umsatz von 1,70 Mio CHF, nach 1,63 Mio in der Vorjahresperiode erzielt. Das Produkt ist in Kanada zur Behandlung von Friedreich-Ataxie zugelassen und in Europa sowie weiteren Ländern im Rahmen eines «Named Patient»-Programms erhältlich. Der operative Aufwand konnte mehr als halbiert werden auf 7,13 Mio. Dabei sanken die Aufwendungen für die Forschung und Entwicklung auf 3,54 Mio, nach 9,13 Mio. Der operative Verlust beläuft sich auf 5,57 Mio, was einer Verbesserung um 60% entspricht.

EMA-Entscheid LHON bis Ende 2012
Das Managment erwartet den Entscheid der EMA betreffend Marktzulassung in LHON bis Ende 2012. Bis dahin würden die Vorbereitungen für die Kommerzialisierung des Produktes nach einer positiven Beurteilung weiter geführt. Für die zweite Jahreshälfte werden laut Mitteilung die Resultate der Phase-IIa-Studie in MELAS-Syndrom erwartet. Diese Konzeptstudie mit Catena werde von der Columbia University of New York City durchgeführt.

Darüber hinaus wird das Unternehmen laut Mitteilung weiterhin strikt die Kosten kontrollieren und den Geldabfluss minimieren. Das Unternehmen diskutiert zudem momentan verschiedene Möglichkeiten zur weiteren Finanzierung. (awp/mc/cs)

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