Schaffner leidet unter der Schwäche im Automobilmarkt

Marc Aeschlimann
Marc Aeschlimann, CEO Schaffner Gruppe. (Foto: Schaffner)

Luterbach – Die Schaffner-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2018/19 (per 31.03.) weniger Umsatz und Gewinn erzielt als in der entsprechenden Vorjahresperiode. Verantwortlich für den Rückgang waren insbesondere das schwache Automobilgeschäft und der Markt China.

Der Umsatzrückgang kommt nicht ganz überraschend, denn erst im März hatte das Unternehmen eine Gewinnwarnung publiziert. Aufgrund der schwachen Autokonjunktur und der Wachstumsverlangsamung in China sei im Gesamtjahr 2018/19 mit einem Umsatz unter dem Vorjahr zu rechnen, hiess es damals. Ausserdem dürfte das mittelfristige EBIT-Margen-Zielband von 8 bis 10 Prozent nicht bereits im laufenden Geschäftsjahr erreicht werden.

Im Dezember hatte das Unternehmen bei der Bilanzvorlage noch ein weiteres Umsatzwachstum in Aussicht gestellt. Zudem hatte das Unternehmen das mittelfristige Ziel für die EBIT-Marge auf 8 bis 10 Prozent von bisher „mindestens 8 Prozent“ angehoben und war davon ausgegangen, dass diese Spanne im laufenden Geschäftsjahr erreicht werde.

Globaler Automobilmarkt und China belasten
Nach dem Rekordumsatz im Vorjahr habe die Konjunktur im ersten Quartal 2018/19 an Schwung verloren, teilte der Komponentenhersteller und Spezialist für Elektromagnetverträglichkeit am Dienstag mit. Insbesondere die markante Abschwächung im globalen Automobilmarkt sowie die Verlangsamung in China hätten deutliche Spuren im Halbjahresergebnis hinterlassen.

So ging der Umsatz im ersten Semester um 6,3 Prozent auf 101,4 Millionen Franken zurück. In Lokalwährungen entspricht dies einem Minus von 5,0 Prozent. Der Auftragseingang reduzierte sich um 6,4 Prozent auf 107,1 Millionen Franken.

Nicht so gut wie gewünscht lief es dabei insbesondere in der Division Automotive. Dort brachen die Verkäufe um beinahe einen Viertel auf noch 19,5 Millionen ein. Die operative Gewinnmarge blieb dabei allerdings solid im zweistelligen Bereich. Die Division EMC hat den Umsatz mit 54,3 Millionen knapp gehalten und dabei die Gewinnmarge auf Stufe EBIT auf 14,0 Prozent noch leicht verbessert. Die dritte Division Power Magnetics hat mittlerweile die Restrukturierungsphase abgeschlossen und steigerte den Umsatz leicht auf 27,7 Millionen. Erneut resultierte hier aber ein operativer Verlust.

Auch Gewinn geht deutlich zurück
Das operative Ergebnis auf Stufe EBIT für die Gruppe ging um über 40 Prozent auf 5,3 Millionen Franken zurück, womit sich die Marge um über 3 Prozentpunkte auf 5,2 Prozent verschlechterte. Im Vorjahr fielen allerdings Sondereffekte ins Gewicht, einerseits wegen Versicherungsleistungen für einen Brand in einem Werk in Thailand und andererseits wegen Kosten im Zusammenhang mit der Restrukturierung der Division Power Magnetics. Ohne diese Effekte hätte die operative Marge damals tiefer gelegen.

Unter dem Strich fiel der Reingewinn um gut 12 Prozent auf 3,5 Millionen zurück.

Im Ausblick auf das zweite Semester 2018/19 heisst es, dass Umsatz und Ertrag bei stabilem Umfeld leicht über den Werten des ersten Halbjahres liegen sollten. Im Gesamtjahr werde zudem eine operative Marge von rund 6 Prozent angestrebt.

Gleichzeitig bestätigt das Unternehmen die mittelfristigen Ziele: Das organische Wachstum soll demnach im Durchschnitt 5 Prozent erreichen und die EBIT-Marge den Zielkorridor zwischen 8 und 10 Prozent. (awp/mc/ps)

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