Schauspieler Mathias Gnädinger verstorben

Mathias Gnädinger

Mathias Gnädinger (1941 – 2015). (Foto: SRF)

Zürich – Der Schauspieler Mathias Gnädinger ist tot. Er starb am Karfreitag im Alter von 74 Jahren überraschend in Zürich, wie seine Familie mitteilte. Gnädinger hatte am 5. März einen Unfall erlitten und wurde danach im Universitätsspital betreut. Während der Rekonvaleszenz hätten sich Komplikationen ergeben. Gnädinger habe deshalb in der Intensivstation gepflegt werden müssen.

Seinen letzten grossen Erfolg feierte der Schauspieler bei den vergangenen Solothurner Filmtagen mit einer Hauptrolle in «Usfahrt Oerlike» von Paul Riniker. Er verkörperte Willi, den sein lebensmüder Freund Hans (Jörg Schneider) bittet, ihm beim Sterben zu helfen. «Usfahrt Oerlike» rührte das Publikum in Solothurn derart zu Tränen, dass es den Spielfilm zum «Prix du Public»-Gewinner wählte.

Bösewicht Lauener in «Der Bestatter»
Bekannt war Gnädinger auch aus dem Fernsehen. Seine letzte Rolle hatte er in der Serie «Bestatter» inne. Er spielt den Bösewicht Louis Lauener, der dem detektivischen Bestatter Luc Conrad (Mike Müller) das Leben schwer macht. Seine bekanntesten Rollen spielte Gnädinger in Filmen «Die plötzliche Einsamkeit des Konrad Steiner» (1976), «Das Boot ist voll» (1981), «Leo Sonnyboy» (1989), «Reise der Hoffnung» (1990) und «Sternenberg» (2004) sowie in den Fernseh-Serien «Lüthi & Blanc» (2002-2007) und «Hunkeler» (2004-2012). Immer wieder war Gnädinger auch im «Tatort» zu sehen. (mc/ps)

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