Schindler wächst im 1. Quartal – Prognose bestätigt

Thomas Oetterli
Schindler-CEO Thomas Oetterli. (Foto: Schindler)

Ebikon – Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler hat im ersten Quartal 2018 in sämtlichen Geschäftsfeldern und Regionen zugelegt. Das Umsatzwachstum in Lokalwährungen lag deutlich über der für das Gesamtjahr bestätigten Guidance. Auch Auftragseingang und Ergebnis wurden klar verbessert. Einzig die Marge war leicht rückläufig.

Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 9,4 Prozent auf 2,47 Milliarden Franken. Ohne Wechselkurseffekte resultierte ein etwas geringeres Plus von 8,9 Prozent. Der Bestellungseingang wuchs derweil um 8,2 Prozent (LW +7,6%) auf 2,82 Milliarden.

Das operative Ergebnis (EBIT) entwickelte sich leicht schwächer als der Umsatz und verbesserte sich um 8,2% auf 281 Millionen Franken (LW +7,3%). Die entsprechende Marge sank leicht auf 11,4 von 11,5 Prozent. Beim Konzerngewinn hingegen verzeichnete der Innerschweizer Konzern mit plus 16 Prozent auf 208 Millionen einen starken Anstieg.

„Der Wettbewerbsdruck war weiter hoch und die Materialpreise sind gestiegen“, sagte CEO Thomas Oetterli am Donnerstag an einer Telefonkonferenz. Auch die Lohnerhöhungen hätten die Marge belastet. „Wir wollen die Kosten weiter senken und verfolgen eine strikte Kostenkontrolle“, so der Schindler-Chef weiter. Auch seien Initiativen geplant, um Preiserhöhungen zu erreichen.

Anwendung von IFRS 15 mit positivem Einfluss auf den Umsatz
Aufgrund der erstmaligen Anwendung neuer Rechnungslegungsstandards (IFRS 9 und IFRS 15) sei der Vergleich mit der Vorjahresperiode eingeschränkt, betonte Schindler. Neu werde dabei der Auftragsbestand abzüglich der Waren in Arbeit ausgewiesen. Auf den Umsatz im ersten Quartal habe dies einen positiven Effekt von 2,5 Prozent gehabt, für den Jahresumsatz wird ein beschränkter Effekt erwartet.

Alle Regionen mit Wachstum – hohe Aktivität bei Grossprojekten
Sämtliche Geschäftsfelder und Regionen hätten zugelegt und das Wachstum lag über dem Gesamtmarkt. Die Region Asien-Pazifik habe das stärkste Wachstum erzielte, gefolgt von den Regionen Amerika und EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika). Insbesondere das Geschäft mit grossen Projekten habe eine starke Aktivität gezeigt.

Schindler verbuchte in China, Indien und Südostasien starkes Wachstum bei den Neuinstallationen und hohes Wachstum bei den Dienstleistungen, Reparaturen und Modernisierung. In China habe sich der Markt bei den Neuinstallationen zu wettbewerbsfähigen Preisen stabil entwickelt. Indien habe sich von den negativen Einflüssen der Geld- und Steuerreform erholt, und Südostasien sei in allen Geschäftsfeldern gewachsen.

Die positive Entwicklung im Bausektor der USA habe die Region Nordamerika getrieben In Lateinamerika habe Schindler seine Position verteidigen können und in anderen Märkten Wachstum erreicht. In Nordeuropa habe sich die positive Entwicklung fortgesetzt und Südeuropa habe im Wohngebäude-Markt robustes Wachstum gezeigt. Hier sei Schindler bei den Neuinstallationen und den installieren Einheiten gewachsen.

Guidance bestätigt
Der Ausblick für das laufende Jahr 2018 wird bestätigt. Oetterli rechnet mit einer positiven Marktentwicklung. Neben den Wachstumsmärkten China, Indien und Südostasien würden auch Nordamerika und Europa eine stabile Wachstumsbasis bieten. Die Guidance lautet weiterhin auf ein Umsatzwachstum von 3% bis 5% in Lokalwährungen. Der Ausblick für den Konzerngewinn soll mit der Publikation der Halbjahreszahlen bekannt gegeben werden.

Am Ziel, den EBIT und die Marge im Gesamtjahr zu steigern, hält Oetterli fest. „Wir werden aber nicht so stark zulegen wie im Vorjahr.“

Insbesondere mit dem Wachstum hat Schindler die Erwartungen der Analysten übertroffen. Etwas kritischer wird von den Experten die Margenentwicklung gesehen. Die Partizipationsscheine stiegen am Donnerstag um 0,5 Prozent auf 203,60 Franken. (awp/mc/pg)

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