Schlatter 2017 mit höherem Gewinn – Erneut keine Dividende

Werner Schmidli
Werner Schmidli, CEO Schlatter Industries. (Foto: Schlatter)

Schlieren – Der Anlagenbauer Schlatter hat im Geschäftsjahr 2017 einen höheren Gewinn erwirtschaftet, nachdem er im Vorjahr wieder den Sprung in die Gewinnzone knapp geschafft hatte. Schlatter konnte dabei mit neu lancierten Produkten Marktanteile gewinnen. Die Aktionäre sollen aber trotzdem erneut keine Dividende erhalten.

Konkret ergab sich ein Gewinn auf Stufe Reinergebnis von 2,9 Mio CHF, nach einem Gewinn von 0,5 Mio im Vorjahr. Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT verbesserte sich gleichzeitig auf 2,5 Mio (VJ 1,1 Mio), wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Die aktuell gute Verfassung der Weltwirtschaft und die grossen Entwicklungsanstrengungen der vergangenen Jahre hätten sich positiv auf die Investitionsbereitschaft der Kunden ausgewirkt und man habe mit neulancierten Produkten Marktanteile gewinnen können.

Bereits seit Januar ist Umsatz bekannt: Er legte um knapp 12% auf 101,1 Mio CHF zu. Im Gegensatz dazu reduzierte sich der Bestellungseingang um gut 12% auf 94,6 Mio CHF. Der Auftragsbestand lag per Ende Jahr bei 42,5 Mio CHF, nach 50,9 Mio per Ende Juni.

Auf eine Dividendenausschüttung soll wie in den Jahren davor verzichtet werden.

Schweissen mit Gewinn – Weben mit Verlust
Während das Segment Schweissen einen deutlichen Gewinn erzielte, fiel das Segment Weben in die Verlustzone zurück. Ein Grund dafür waren laut Schlatter fehlende Veredelungsmaschinen für technische Textilien, die im Vergleich zu den Webmaschinen eine bessere Profitabilität ausweisen. Produktkostensenkungsmassnahmen und ein verbessertes Preisniveau bei den Webmaschinen sollen 2018 aber zur Rückkehr in die Gewinnzone beitragen.

In der Berichtsperiode wurde ausserdem ein Investitionsprogramm zur Erneuerung der Fertigung in Münster freigegeben. Ziel sei es, die Bruttomarge und die Auslastung weiter zu verbessern.

Für 2018 gibt sich das Schlatter-Management optimistisch. Trotz der nach wie vor anspruchsvollen Rahmenbedingungen sei man für das laufende Geschäftsjahr gut aufgestellt. Nach dem überdurchschnittlich starken Bestellungseingang im Jahr 2016 habe sich dieser im Geschäftsjahr 2017 wieder normalisiert, heisst es weiter. Für das Geschäftsjahr 2018 werde daher wiederum ein «moderater Anstieg» erwartet. Laut Communiqué wird ein Gruppengewinn über Vorjahr angestrebt. (awp/mc/ps)

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