Schweiter steigert 2017 Umsatz und Gewinn

Heinz O. Baumgartner
Schweiter-CEO Heinz O. Baumgartner. (Foto: Schweiter)

Horgen – Schweiter hat im vergangenen Geschäftsjahr den Umsatz erhöht und den Reingewinn durch den Verkauf der Textilmaschinensparte SSM deutlich gesteigert. Für den Geschäftsverlauf im laufenden Jahr zeigt sich der Hersteller von Verbundwerkstoffen zuversichtlich.

Der Umsatz aus den fortgeführten Geschäftsbereichen wuchs um 7% auf 980,2 Mio CHF, entsprechend einem Wachstum in lokalen Währungen von 6% und einem organischen Wachstum von 4%, teilt das Unternehmen am Freitag mit.

Der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA stieg um 1,9% auf 114,4 Mio CHF und die entsprechende Marge betrug 11,7% nach 12,2% im Vorjahr. Der EBIT verbesserte sich um 2,0% auf 87,3 Mio. Mit den vorgelegten Zahlen wurden die Analystenschätzungen beim Umsatz leicht unterschritten, beim EBIT übertroffen.

Sonderdividende
Der Reingewinn erhöhte sich insgesamt auf 172,0 Mio CHF von 70,6 Mio im Vorjahr. Darin enthalten ist ein Gewinn aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen von 95,0 Mio.

Neben der im Vergleich zum Vorjahr unveränderten ordentlichen Dividende von 40 CHF soll eine Sonderdividende von 5 CHF zur Auszahlung kommen. Ferner beantragt der Verwaltungsrat an der kommenden Generalversammlung die Verlegung des Gesellschaftssitzes nach Steinhausen.

Schweiter hatte im Juni die Sparte SSM Textilmaschinen an Rieter verkauft und dadurch einen Verkaufsertrag erzielt. Zudem wurde der Kauf der irischen Athlone Extrusions per Ende Juli abgeschlossen. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Athlone habe bereits positiv zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung beigetragen und das Angebotsspektrum sei um eine attraktive Palette mehrschichtiger Kunststoffsubstrate erweitert worden, heisst es weiter.

Starkes Displaygeschäft
Die inzwischen einzige Division 3A Composites habe vor allem im Displaygeschäft ein gutes Jahr verzeichnet, heisst es weiter. Dieses sei vor allem in Europa und den USA gewachsen. Im Bereich Architektur sei in Europa und Asien an das erfolgreiche Vorjahr angeknüpft worden. Die amerikanische Baukonjunktur habe sich wiederum sehr erfreulich entwickelt und der Umsatz wuchs prozentual zweistellig. China wuchsen stark und vermochten einen Rückgang in Asien-Pazifik mehr als wettzumachen. In Indien sei die Nachfrage nach brandhemmenden Materialien gestiegen.

Kernmaterialien hätten hingegen in Indien und China im Bereich Wind einen Nachfragerückgang verbucht. Ein starke Nachfrage habe es im Marktsegment Non-Wind gegeben, vor allem im Marinegeschäft in den USA. Dies habe den Rückgang im Wind-Bereich aber nicht vollständig kompensieren können.

Transportation habe wiederum ein erfreuliches Wachstum erzielt und die Profitabilität markant verbessert. Besonders der Bereich Schienenfahrzeuge habe deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerungen verzeichnete. Eine Verdoppelung der Umsätze mit Interieur-Produkten sowie eine erfreuliche Absatzsteigerung von Bodensystemen hätten wesentlich zum Erfolg beigetragen, schreibt das Unternehmen.

Guter Start ins Geschäftsjahr 2018
Im Ausblick auf 2018 heisst es, dass das neue Geschäftsjahr gut angelaufen sei; es werde mit einem weiterhin soliden Geschäftsverlauf gerechnet. Der Bereich Transportation baue auf einem soliden Auftragsbestand auf und profitiere vom ungebrochenen Trend zu gewichtssparenden Lösungen im Transportbereich. Die Integration von Athlone Extrusions werde das Displaygeschäft weiter stärken. Dieses Marktsegment und Architektur sollten zudem von den allgemein guten konjunkturellen Aussichten sowie der anhaltend hohen Bautätigkeit profitieren, wie es weiter heisst. (awp/mc/pg)

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