Schweizer Bergbahnen ziehen positive Sommer-Zwischenbilanz
Bern – Die Schweizer Bergbahnen haben von Mai bis Ende August einen erfolgreichen Sommer erlebt. Die Gästezahlen lagen sieben Prozent über dem Vorjahr und über einem Viertel über dem Fünfjahresschnitt. Hauptgrund für die positive Entwicklung war das heisse und sonnige Wetter.
Die Schweizer Bergbahnen verzeichneten von Mai bis Ende August 2026 schweizweit sieben Prozent mehr Ersteintritte als im Vorjahr, wie der Branchenverband Seilbahnen Schweiz (SBS) am Donnerstag mitteilte. Im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre betrug der Zuwachs 27 Prozent.
Regionale Unterschiede
Die Entwicklung fiel in den Regionen unterschiedlich aus. Das Berner Oberland registrierte mit einem Plus von 21 Prozent den stärksten Zuwachs gegenüber dem Vorjahr. Ein Grund dafür war der Vollbetrieb der Schilthornbahn, deren Betrieb im Vorjahr wegen Umbauarbeiten reduziert war. Auch Graubünden (+11 Prozent), die Waadtländer und Freiburger Alpen (+5 Prozent) sowie die Zentralschweiz (+4 Prozent) legten zu, wie es weiter hiess.
Im Wallis und im Tessin blieben die Gästezahlen auf dem Niveau des Vorjahres stabil. Einzig die Ostschweiz verzeichnete einen Rückgang von vier Prozent. Dies sei auf die Betriebseinstellung der Säntis-Schwebebahn zurückzuführen, die ersetzt werde, hiess es. Ohne diesen Sondereffekt hätten die Ostschweizer Bahnen ein Plus von 14 Prozent erreicht.
Heisses Wetter als Treiber
Als Hauptgrund für die positive Bilanz nannte der Verband das Wetter. Nach einem heissen Juli setzte sich die hochsommerliche Witterung auch im August fort. Dies habe ideale Bedingungen für Ausflüge geboten.
«Die Berge bieten an heissen Sommertagen ideale Bedingungen für Erholung, Bewegung und Abkühlung», liess sich Berno Stoffel, Direktor von Seilbahnen Schweiz, in der Mitteilung zitieren. Das Saison-Monitoring des Verbands wertet die Daten von über 140 Seilbahnunternehmen aus der ganzen Schweiz aus. (awp/mc/ps)