Schweizer Einkaufsmanager-Index im Februar gestiegen

Einkaufs-Manager

Zürich – Der saisonbereinigte Schweizer Einkaufsmanager Index (PMI) ist im Februar 2012 gegenüber dem Vormonat um 1,6 Punkte gestiegen auf 49,0 Punkte. Der saisonbereinigte Vormonatswert wurde bei 47,3 Punkten belassen. Trotz Indexanstieg verharre der PMI immer noch, wie mittlerweile seit einem halben Jahr, unterhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Daher müsse in den kommenden Monaten mit einem weiteren Rückgang der Industrieaktivität gerechnet werden. Das Schrumpfungstempo habe sich aber zumindest verlangsamt, teilen procure.ch und die Credit Suisse mit.

Der Blick auf die Subkomponenten offenbare erste Anzeichen einer möglichen Trendwende, heisst es weiter. So habe der Auftragsbestand im Februar wieder zugenommen, die entsprechende Subkomponente kletterte um 4,1 Punkte nach oben und schloss in der Wachstumszone (51,7). Zudem sei im dritten Monat in Folge mehr produziert worden als im jeweiligen Vormonat, wenn auch mit nur geringer Steigerungsrate (Indexrückgang um 1,2 auf 50,6 Punkte), heisst es weiter.

Einkaufslager und Verkaufslager leeren sich
Gleichzeitig fand gemäss Erhebung im Februar ein Lagerabbau statt. Sowohl die Einkaufslager als auch die Verkaufslager leerten sich (-2,2 auf 45,4 bzw. -7,9 auf 44,5 Punkte). Sinkende Lagerbestände in Kombination mit zunehmender Produktion seien ein Hinweis dafür, dass die Nachfrage höher ausgefallen sei als von den Unternehmen ursprünglich erwartet. Dies würde Produktionssteigerungen in den kommenden Monaten nach sich ziehen.

Abnehmende Skepsis
Des Weiteren haben laut Mitteilung die Unternehmen etwas von ihrer Skepsis bezüglich der zukünftigen Entwicklung verloren. Sie hätten ihre Einkäufe weniger zurückhaltend getätigt als im Vormonat (Indexanstieg um 1,6 Punkte auf 45,6 Zähler) und der Personalabbau habe an Tempo verloren (+2,4 Punkte auf 48,1 Zähler). Dies obwohl die Kapazitäten nach wie vor derart schwach ausgelastet seien, dass die Lieferfristen weiter abnahmen (44,2 Punkte).

Der PMI wird von der Grossbank Credit Suisse in Zusammenarbeit mit dem Fachverband für Einkauf und Supply Management procure.ch herausgegeben. Von AWP befragte Ökonomen hatten für den Januar einen Wert im Bereich von 48,5 bis 50,2 Punkten prognostiziert. (awp/mc/pg)

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