Schweizer Exporte stagnieren im August auf hohem Niveau

Exporte
(Photo by chuttersnap on Unsplash)

Zürich – Die Schweizer Exporte haben im August stagniert, und die Importe waren leicht rückläufig. Es ist von einer „stockenden Entwicklung auf hohem Niveau“ die Rede.

Auf saisonbereinigter Basis gegenüber dem Vormonat stiegen die Exporte im Berichtsmonat nominal um 0,2 Prozent auf 18,29 Milliarden Franken, preisbereinigt (real) betrug das Plus 0,6 Prozent. Bei den Importen resultierte derweil ein Minus von 1,1 Prozent auf 16,89 Milliarden (real -2,8 Prozent).

Etwas an Schwung verloren
Unter dem Strich steht somit ein leicht höherer Handelsbilanzüberschuss (saisonbereinigt) von 1,41 Milliarden Franken, nachdem im Vormonat 1,15 Milliarden ausgewiesen worden waren.

Nach einer wachstumsstarken Phase bis Mai dieses Jahres verlaufe die Entwicklung des schweizerischen Aussenhandels seither stockend, kommentierte die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Donnerstag die Zahlen. Die Stagnation der Exporte finde allerdings auf hohem Niveau statt, wurde betont. Dabei gebe es bei den einzelnen Warengruppen Unterschiede.

Mehr Exporte nach Europa
So nahmen die Ausfuhren der chemisch-pharmazeutischen Produkte, welche mit Abstand das wichtigste Exportgut der Schweiz sind, um 1,1 Prozent ab. Diese Sparte weise damit für die vergangenen sechs Monate insgesamt eine Abwärtstendenz auf, schrieb die Zollverwaltung dazu.

Auf der anderen Seite nahmen die Exporte von Präzisionsinstrumenten (+1,6%) und von Uhren (+1,4%) gegenüber dem Vormonat zu. Die Ausfuhren von Maschinen und Elektronik stagnierten.

Bezogen auf die drei Hauptmärkte stach Europa positiv hervor (+2,1%), während der Absatz nach Asien (-1,7%) und Nordamerika (-2,1%) harzte. Europa habe allerdings im Vormonat einen hohen Rückgang verzeichnet, relativierte die EZV die Entwicklung. Innerhalb von Europa nahmen die Verkäufe nach Frankreich und Holland stark zu, jene nach Deutschland waren leicht und jene nach Österreich stark rückläufig.

Importe von Autos brechen ein
Bei den Importen hätten sich abgesehen von den chemisch-pharmazeutischen Produkten (+6,9%) sowie von Maschinen und Elektronik (+0,7%) alle Sparten rückläufig entwickelt, hiess es weiter. Besonders deutlich war der Rückgang bei den Personenwagen (-22,8%), die in den beiden Vormonaten noch Wachstum gezeigt hatten.

Geografisch fiel laut den Angaben auf, dass die Einfuhren aus Frankreich regelrecht einbrachen (-370 Millionen). Ein so starker Rückgang sei seit dem Jahr 2000 nicht mehr gemessen worden.

Insgesamt nahmen die Importe aus Europa um 1,6 Prozent ab. Auch aus Asien (-6,9%) wurde weniger importiert, während die Einfuhren aus Nordamerika (+9,5%) und dabei vor allem aus den USA (+19,8%) deutlich anzogen. (awp/mc/pg)

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