Schweizer Industrie verliert an Schwung

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(Bild: © christian42 - Fotolia.com)

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Zürich – Der procure.ch Purchasing Managers› Index (PMI) hat im Mai auf dem Stand von 52.5 Zählern geschlossen und liegt damit um 3.3 Punkte unter dem Stand von April auf dem tiefsten Stand seit Juni 2013.

Offenbar verliert die Schweizer Industrie nach einem starken Jahresauftakt im Gleichklang mit der globalen Entwicklung an Dynamik. Der Auftragsbestand stagnierte im Mai im Ver­gleich zum Vormonat beinahe, die entsprechende Subkompo­nente verlor 8.9 Punkte und schloss nur knapp in der Wachs­tumszone auf 50.8 Zählern. Gleichzeitig kauften die Unter­nehmen weniger ein («Einkaufsmenge» 46.6 Zähler) und stell­ten kaum Personal ein («Beschäftigung» 50.8 Zähler) – Zei­chen einer vorhandenen Skepsis hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung.

Kapazitäten nor­mal ausgelastet
Nur schwach zunehmende Lieferfristen («Liefer­fristen» 54.8 Zähler) und nur wenig veränderte Lagerbestände («Lager Einkauf» und «Lager Verkauf» auf 49.3 bzw. 50.8 Zählern) deuten zudem darauf hin, dass die Kapazitäten nor­mal ausgelastet sind und die Unternehmen keine unmittelba­ren Anreize haben, diese auszubauen.

Erst die von uns erwartete Wiederbeschleunigung der Weltwirtschaft dürfte der Industrie neuen Schwung verleihen, doch werden die politischen Unsicherheiten (Masseneinwan­derungsinitiative, Unternehmenssteuerreform III usw.) das Aufwärtspotenzial wohl begrenzen.  (Credit Suisse/mc/ps)

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