Schweizer Produzentenpreise sinken im Dezember

Wirtschaftswachstum

Neuenburg – Der Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise (PPI) in der Schweiz ist im Dezember 2015 gegenüber dem Vormonat um 0,4% auf einen Indexstand von 90,8 Punkten gesunken (Dezember 2010 = 100). Innert Jahresfrist sank das Preisniveau des Gesamtangebots von Inland- und Importprodukten um 5,5%, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mitteilt.

Über das gesamte Jahr 2015 betrachtet ging das Preisniveau gegenüber 2014 im Durchschnitt um 5,4% zurück. Dabei sind die Preise der inländischen Produzenten um 3,7% und die Importpreise um 9,1% zurückgegangen. In der Gesamtbilanz des Jahres 2015 verzeichneten insbesondere Erdöl und Erdölprodukte, chemische und pharmazeutische Produkte sowie Maschinen tiefere Preise als im Vorjahr.

Im Dezember ging der Produzentenpreisindex, der die Preisentwicklung der im Inland hergestellten Produkte zeigt, zum Vormonat um 0,3% auf 93,7 Punkte zurück und zum Vorjahr lag das Preisniveau für den Inlandabsatz um 3,0% tiefer. Insbesondere für Mineralölprodukte waren dabei die Preise rückläufig. Höhere Preise verzeichneten dagegen Schlachtschweine und Rohmilch.

Industrie: Exportpreise unverändert
Für das verarbeitende Gewerbe und die Industrie sanken die Preise für den Inlandabsatz gegenüber dem Vormonat um 0,6%, die Exportpreise blieben unverändert. Gegenüber dem Vorjahr lag das Preisniveau für den Inlandabsatz um 3,0%, während der Rückgang bei den Exportpreisen bei 4,3% lag.

Der Importpreisindex, der die Entwicklung der Importpreise ohne Mehrwert- und Verbrauchssteuern sowie ohne Zoll zeigt, sank im Berichtsmonat um 0,8% gegenüber dem Vormonat, gegenüber dem Vorjahr lag das Preisniveau um 9,7% tiefer. Tiefere Preise gegenüber dem Vormonat zeigten vor allem Treibstoff, Heizöl, Erdöl (roh) und Erdgas. Preiserhöhungen wurden laut BFS für Textilien, Lederwaren und Schuhe, Fleisch und Rohaluminium beobachtet. (awp/mc/ps)

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