Schweizer Spielbanken spüren die wachsende Konkurrenz

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Ausländische Anbieter von Online-Glücksspielen bleiben künftig ausgesperrt - zumindest theoretisch. (Foto: Pixabay)

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Bern – Der Umsatz der 21 Schweizer Spielbanken ist im vergangenen Jahr um 5 % gesunken. Er betrug 2014 noch 710 Mio Franken. Damit ist der Umsatz seit 2007 um insgesamt 30 % zurückgegangen. Die hoch regulierten Casinos verlieren zunehmend Kunden an das grenznahe Ausland, an das Internet und an illegale Spielclubs.

Wegen der extrem hohen Regulierung der Schweizer Casinos würden Marktanteile von über 300 Mio Franken pro Jahr von den Schweizer Casinos an die Konkurrenz fliessen, die nicht oder ungleich schwächer reguliert sei, schreibt der Schweizer Casino Verband in einer Mitteilung. Kunden wanderten ab zu Spielhallen und Casinos im grenznahen Ausland, zu unkontrolliert zugänglichen Angeboten im Internet und zu illegalen Spielclubs.

Verband fordert Stärkung der Spielbanken
Mit dem neuen Geldspielgesetz müssten die Wettbewerbsfähigkeit der Spielbanken deutlich gestärkt werden, fordert der Verband. Ansonsten werde der Anteil der illegalen und schwach kontrollierten Angebote weiter zunehmen. Der Gesetzgeber müsse sich wieder auf die ursprünglichen Ziele konzentrieren, so der Verband: Die Schweizer sollen in den sicheren und überwachten Schweizer Casinos spielen, und nicht bei ausländischen, unkontrollierten Anbietern. Damit würden auch die entsprechenden Abgaben in die AHV fliessen. Seit 2004 haben die Casinos 5 Mrd Franken Abgaben und Steuern bezahlt, die hauptsächlich in die AHV flossen. (SCV/mc/pg)

Schweizer Casino Verband

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