Seco: Tourismusbranche hat „gewisse Planungssicherheit“ erhalten

Seco: Tourismusbranche hat „gewisse Planungssicherheit“ erhalten
Botschafter Eric Jakob, Leiter der Direktion für Standortförderung im Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco). (Foto: Seco)

Bern – Der Bundesrat prüft die schrittweise Öffnung der Gastronomie- und Tourismusbranche und wird dazu in den nächsten Tagen erste Entscheide fällen. Grundsätzlich soll ab dem 8. Juni wieder einiges möglich sein, falls die erste Öffnungsschritte erfolgreich waren.

Eric Jakob, Leiter der Direktion für Standortförderung im Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), zog am Montag vor den Bundeshausmedien Bilanz über den ersten Tourismusgipfel vom Sonntag. Es sei den Behörden darum gegangen, das weitere Vorgehen aufzugleisen und der Branche „eine gewisse Planungssicherheit“ zu geben.

Jakob machte aber deutlich, dass viele Faktoren Ende April noch unsicher seien. „Auch im Juli und August wird es im Tourismus keine Normalität geben.“ Der Schweizer Bevölkerung sollen aber Sommerferien im Inland schmackhaft gemacht werden.

„Branche in der Verantwortung“
Das Motto für die kommenden Monate muss laut Jakob lauten: „Der Tourismus findet statt, aber mit Einschränkungen.“ Schutzkonzepte für Arbeitnehmende und Kunden stellten im Tourismus eine besondere Herausforderung dar. „Die Branche ist in der Verantwortung, sich vorzubereiten.“

Der Bund unterstütze auf technischer Ebene, aber der Ball liege bei der Branche. „Wir bleiben im Dialog“, versicherte Jakob. Für den 24. Mai sei ein zweiter Tourismusgipfel geplant. Am Tisch sitzen sollen dann wie am vergangenen Sonntag verschiedene Bundesräte, Verwaltungsvertreter sowie zahlreiche Personen der Tourismusallianz.

Grosser Einbruch erwartet
Die Branche ist stark von der Corona-Krise betroffen. In den vergangenen Wochen brachen den Betrieben zwischen 80 und 95 Prozent der Umsätze weg. Fürs laufende Jahr wird für die Branche ein Umsatzrückgang bis zu 35 Prozent prognostiziert.

Insbesondere für Bergregionen ist der Tourismus matchentscheidend. Laut Jakob ist er dort für bis zu 40 Prozent der Wirtschaftsleistung verantwortlich. (awp/mc/ps)

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