Sensirion steigert Umsatz in H1 um über 30%

Marc von Waldkirch
Sensirion-CEO Marc von Waldkirch. (Foto: Sensirion)

Stäfa – Sensirion hat im ersten Halbjahr 2018 einen Verlust geschrieben. Grund dafür ist vor allem der Börsengang des Sensorenherstellers im März. Beim Umsatz meldet das Unternehmen eine deutliche Steigerung gegenüber der Vorjahresperiode.

Sensirion hat in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahrs den Umsatz um 30 Prozent auf 90,2 Millionen Franken gesteigert, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Aus eigener Kraft konnte Sensirion dabei um 18 Prozent zulegen, was laut Mitteilung über den eigenen Erwartungen lag. Als Grund für den Steigflug gibt Sensirion die weltweit robuste Konjunktursituation und die die höhere Nachfrage einiger grösserer Kunden an.

Im Automobilmarkt steigerte sich der Umsatz um 69 Prozent auf 29 Millionen Franken. Das Wachstum sei hauptsächlich durch erhöhte Umsätze mit Feuchtesensoren für Antibeschlag- und Klimakontrollmodule erzielt worden, heisst es in der Mitteilung. Deutlich erhöht hat Sensirion auch die Verkäufe im Medizinalmarkt (+11% auf 17,9 Mio Fr.) im Industriemarkt (+21% auf 36,5 Mio Fr.) und bei der Unterhaltungselektronik (+15% auf 6,8 Mio Franken).

Rückenwind aus der Autobranche
Damit hat Sensirion bereinigt um Sonderfaktoren mit 15 Millionen Franken einen um rund ein Drittel höheren Betriebsgewinn EBITDA erreicht als im Vorjahr. Die EBITDA-Marge liegt mit 16,6 Prozent innerhalb des beim Börsengang formulierten Zielbands.

Auf Stufe EBIT resultierte jedoch aufgrund der Kosten des Börsengangs und einem mit diesem Börsengang zusammenhängenden Mitarbeiterprogramm in der Höhe von insgesamt 8,8 Millionen Franken ein Verlust von 0,8 Millionen Franken. Unter dem Strich blieb ein Reinverlust nach Minderheiten von 2 Millionen Franken.

Umsatzziel erhöht
Das Sensirion-Management bezeichnete das Halbjahresergebnis insgesamt als gut. Beim Ausblick zeigt es sich zuversichtlich, die beim Börsengang formulierten Ziele zu erreichen oder sogar zu übertreffen. So erwartet das Unternehmen für das Geschäftsjahr mit 175 bis 180 Millionen Franken einen um 18 bis 22 Prozent gesteigerten Umsatz. Das Zielband lautete hier auf 15 bis 18 Prozent. Bei der bereinigten EBITDA-Marge (15-16%) und bei der Bruttomarge (52-54%) bestätigte Sensirion den Ausblick.

Zu den Veränderungen im Aktionariat durch den Börsengang schrieb Sensirion, dass die Gründer und Co-Verwaltungsratspräsidenten Moritz Lechner und Felix Mayer weiterhin voll in Sensirion investiert bleiben und sie sich weiterhin für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens engagieren würden. (awp/mc/pg)

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