SFS Gruppe 2012: Umsatz wegen Akquisition gestiegen

Heinrich Spoerry

Heinrich Spoerry, CEO und VR-Delegierter SFS Holding AG.

Heerbrugg – Die in der Befestigungstechnik und Zulieferindustrie tätige ostschweizerische SFS-Gruppe hat den Umsatz im vergangenen Jahr dank der Übernahme der asiatischen Unisteel deutlich gesteigert. Der Reingewinn ging allerdings wegen eines schwächeren Europageschäfts und einem erhöhten Amortisationsaufwand erneut zurück.

Der Umsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 12% auf 1,19 Mrd CHF, wie die SFS-Gruppe mitteilte. Akquisitions- und währungsbereinigt wäre der Umsatz dagegen um 2,9% zurückgegangen. Der operative Cashflow (EBITDA) stieg in der Folge um 11% auf 207,5 Mio CHF, während der Reingewinn mit 77,6 Mio CHF um 11% hinter dem Vorjahresergebnis zurückblieb.

Frankenstärke setzt Margen unter Druck
Grund für den Rückgang des Gewinns waren vor allen Dingen ein schwächeres Europageschäft und der anhaltend starke Schweizer Franken, der die Margen unter Druck setzte, wie Heinrich Spoerry, CEO und Verwaltungsratspräsident, an der Bilanzmedienkonferenz ausführte. So verringerten sich die EBIT-Margen auf 9,3% nach 10,5% im Vorjahr. SFS beschäftigt in der Schweiz 2’200 Mitarbeitende, knapp ein Drittel der gesamten Belegschaft.

Per 1. September 2012 hatte SFS die in Singapur ansässige Unisteel übernommen. Das asiatische Unternehmen mit Produktionsstätten in China und Malaysia ist ein Hersteller von Miniaturbefestigungselementen für elektronische Geräte wie Smartphones oder Festplatten (HDD) und erwirtschaftete mit 2’850 Mitarbeitenden einen Jahresumsatz von gut 330 Mio USD.

Kein weiterer Stellenabbau
Für das Jahr 2013 und die «nahe Zukunft» ist SFS laut Spoerry «vorsichtig optimistisch». Neue Chancen böten sich dem Unternehmen dank der Unisteel-Übernahme, aber auch dank der Beteiligung an der türkischen SFS Dekpaks und einem Joint Venture in Indien. Auch in Nordamerika erwartet das Unternehmen Umsatzwachstum, während in den europäischen Märkten zumindest in der ersten Hälfte noch eine Stagnation resultieren dürfte.

Der Herausforderung des starken Schweizer Frankens will SFS mit weiteren Produktivitätsfortschritten begegnen. Ein weiterer Personalabbau soll nicht stattfinden, allerdings wird an der 44-Stunden-Woche in der Schweiz noch festgehalten. Als weiteres Ziel des Unternehmens für 2013 nannte Spoerry einen Schuldenabbau nach der Akquisition in Asien. (awp/mc/pg)

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