SIG Combibloc verdient im ersten Halbjahr deutlich mehr

SIG Combibloc verdient im ersten Halbjahr deutlich mehr
Rolf Stangl, CEO SIG Combibloc. (Foto: SIG)

Neuhausen – Der Industriekonzern SIG Combibloc hat im ersten Halbjahr 2019 dank starker Nachfrage aus dem Raum Asien-Pazifik sowie Nord- und Südamerika mehr Maschinen und Getränkekartons verkauft als im Jahr zu vor. Da der Konzern aus Neuhausen auch operativ besser abschnitt und die Finanzierungskosten tiefer waren, verblieb auch deutlich mehr unter dem Strich. Aufgrund der nach wie vor steigenden Nachfrage in Asien plant SIG ausserdem ein neues Packungswerk in China.

Die Firma, die nach jahrelanger Abwesenheit im vergangenen September wieder an die Schweizer Börse zurückgekehrt ist, hat in den ersten sechs Monaten den Kernumsatz, also ohne die Verkäufe von beschichtetem Karton an das Joint-Venture im Mittleren Osten, um 6,9 Prozent auf 794,5 Millionen Euro gesteigert.

Der Betriebsgewinn (EBITDA, bereinigt) stieg mit +3,9 Prozent auf 205,5 Millionen Euro etwas weniger stark als der Umsatz, entsprechend sank die Marge leicht auf 25,6 Prozent. Das (bereinigte) Konzernergebnis stieg um zwei Drittel auf 80,5 von 48,4 Millionen Euro im Jahr zuvor.

Noch deutlicher war der Fortschritt beim unbereinigten Ergebnis: Nach einem Minus von 47,6 Millionen im Vorjahr waren es dieses Jahr +25,2 Millionen. Dies hat laut Mitteilung u.a. mit einem niedrigeren Finanzaufwand nach der Reduktion und der Refinanzierung der Schulden im Zusammenhang mit dem Börsengang zu tun.

Gemäss dem Unternehmen sind die bereinigten Zahlen für die effektive Ertragskraft aussagekräftiger als die Werte unter dem Strich, die durch Abschreibungseffekte aus der Übernahme von SIG durch Onex im Jahr 2015 belastet sind.

Mit den vorgelegten Zahlen hat SIG die Erwartungen der von AWP befragten Analysten leicht übertroffen. Diese hatten einen Umsatz von 788,2 Millionen, einen EBITDA von 198,8 Millionen und einen Gewinn von 77,3 Millionen Euro geschätzt.

Starkes Wachstum in Asien und Amerika
Dank einer steigenden Nachfrage nach Milchprodukten und Erfrischungsgetränken ohne Kohlensäure stieg der Umsatz in der Region Asien-Pazifik, der weltweit grössten Wachstumsregion für aseptische Kartonverpackungen, um 11,9 Prozent auf 284,1 Millionen Euro. Um der wachsenden Nachfrage nachzukommen, werde man im Suzhou Industrial Park in China in der Nähe des bestehenden Werkes eine neue Fabrik errichten, die Anfang 2021 in Betrieb gehen soll.

Die grösste Region EMEA, in der Europa, der Nahe Osten und Afrika zusammengefasst sind, wuchs um 0,4 Prozent auf 358,2 Millionen Euro. Die Region Amerika legte um 12,1 Prozent auf 144,5 Millionen Euro zu.

Bestätigte Prognosen
Der bisherigen Ausblick für das Gesamtjahr 2019 wird bestätigt. Demnach wird weiterhin ein Wachstum des Kernumsatzes auf währungsbereinigter Basis von 4 bis 6 Prozent sowie eine EBITDA-Marge im Bereich von 27 bis 28 Prozent angestrebt. (awp/mc/ps)

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