SIG Combibloc verdient im ersten Quartal deutlich mehr

Rolf Stangl
Rolf Stangl, CEO SIG Combibloc. (Foto: zvg)

Neuhausen – Der Industriekonzern SIG Combibloc hat im ersten Quartal 2019 den Umsatz gesteigert und deutlich mehr verdient als im Vorjahr. Der bisherige Ausblick auf das Gesamtjahr wird bestätigt.

Es war das erste Startquartal eines Geschäftsjahres seit der Rückkehr an die Schweizer Börse im vergangenen September. Konkret legte der Kernumsatz, also ohne die Verkäufe von beschichtetem Karton an das Joint-Venture im Mittleren Osten, 7,3 Prozent auf 359,7 Millionen Euro zu. Währungsbereinigt belief sich das Plus auf 5,4 Prozent, wie die Gesellschaft am Dienstag mitteilte.

Gewachsen ist SIG Combibloc in allen Regionen. Am stärksten legte der Umsatz mit einer Steigerung von rund 16 Prozent respektiv mit 11 Prozent zu konstanten Wechselkursen in der Region Asien/Pazifik zu. Dort habe nach einem starken Vorjahr die Wachstumsdynamik aufgrund anhaltend guter Nachfrage nach Milchprodukten aufrechterhalten werden können, hiess es.

Umsatz im ersten Quartal am schwächsten
Das operative Ergebnis (EBITDA) stieg auf bereinigter Basis indes lediglich um 0,6 Prozent auf 85,9 Millionen Euro. Der ausgewiesene EBITDA nahm um 20 Prozent auf 88,3 Millionen zu. Gemäss dem Unternehmen sind die bereinigten Zahlen für die effektive Ertragskraft aussagekräftiger als die ausgewiesenen Werte, die durch Abschreibungseffekte durch die Übernahme von SIG durch Onex im Jahr 2015 belastet werden.

Die EBITDA-Marge verringerte sich auf 23,6 Prozent von 24,7 Prozent. Dieser Rückgang sei hauptsächlich auf die tiefere Dividende aus dem Joint Venture im Mittleren Osten zurückzuführen, schrieb die Gesellschaft weiter. Ausserdem machte sie darauf aufmerksam, dass das erste Quartal jeweils die umsatzschwächste Periode des Jahres ist, und die EBITDA-Marge unter dem Durchschnitt für das gesamte Geschäftsjahr liegt.

Unter dem Strich verblieb ein bereinigter Gewinn von 29,1 Millionen Euro nach 4,0 Millionen im Vorjahr. Die Verbesserung ist gemäss Mitteilung die Folge des niedrigeren Finanzierungsaufwands nach der Reduktion und der Refinanzierung der Schulden im Zuge des Börsengangs. Der ausgewiesene Gewinn belief sich indes auf 4,7 Millionen nach einem Verlust von 32,1 Millionen im Vorjahr.

Mit den vorgelegten Zahl hat SIG auf Stufe Umsatz die Erwartungen der Analysten von UBS und Kepler Cheuvreux übertroffen. Auf Stufe EBITDA lagen sie im Rahmen der Prognosen. Die Experten hatten mit einem Kernumsatz von 348 Millionen respektive 346 Millionen sowie einem bereinigten EBITDA von 87 Millionen beziehungsweise 83,5 Millionen gerechnet.

Guidance bestätigt
Den bisherigen Ausblick für das Gesamtjahr 2019 bestätigt die Gesellschaft. Danach wird weiterhin ein Wachstum des Kernumsatzes auf währungsbereinigter Basis von 4 bis 6 Prozent sowie eine EBITDA-Marge im Bereich von 27 bis 28 Prozent angestrebt.

Die SIG-Aktien waren vor dem neuerlichen Börsengang im September letztmals rund elf Jahre davor an der SIX Swiss Exchange gehandelt worden, ehe der Neuseeländer Graeme Hart die Gruppe aufkaufte und sie von der Börse nahm. Im November 2014 wurde die kanadische Investmentgesellschaft Onex neuer Besitzer. Die Kanadier sind mit einer Beteiligung von über 50 Prozent weiterhin grösster Einzelaktionär. (awp/mc/ps)

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