Sika gründet Ländergesellschaft in Bangladesch – Nun in 100 Ländern vertreten

Paul Schuler
Sika-CEO Paul Schuler. (Foto: Sika)

Baar – Sika hat in Bangladesch eine Ländergesellschaft gegründet und ist nun in 100 Ländern vertreten. Im asiatischen Land will der Baustoffhersteller an der florierenden Bauwirtschaft teilhaben.

Die neue Niederlassung in der Hauptstadt Dhaka ermögliche es Sika, das Potenzial des lokalen Baumarktes zu erschliessen, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag. Zuvor verkaufte das Zuger Unternehmen seine Produkte in Bangladesch über Vertriebspartner, nun kann es sie direkt vertreiben.

Das Gesamtvolumen des Markts beläuft sich laut Sika auf umgerechnet 15 Mrd CHF, wobei der Markt jährlich um 12% wachse. Lokale und ausländische Investitionen flössen vor allem in den Aufbau der Verkehrs- und Energieinfrastruktur, schreibt das Unternehmen.

Sika baut seine Präsenz in Schwellenländern seit Jahren aus. Seit 2012 hat das Unternehmen 23 Ländergesellschaften gegründet. Mittlerweile erwirtschaftet Sika 36% seines Umsatzes in diesen aufstrebenden Märkten.

Sika befindet sich trotz eines Übernahmestreits mit Saint-Gobain auf strammem und profitablem Wachstumskurs. Für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres meldete das Unternehmen weitere Umsatz- und Gewinnrekorde. Der Umsatz kletterte um 6,8% auf 4,6 Mrd CHF.

„Signifikante Wachstumsmöglichkeit“
Mit der Gründung der 100. Ländergesellschaft könne das Sika-Management ein Jahresziel für 2017 abhaken, kommentiert die Bank Vontobel den Schritt. Der zuständige Analyst erinnert zudem daran, dass das Unternehmen bis 2020 auf 105 Ländergesellschaften kommen will. Bangladesch wird vom ihm als „signifikante Wachstumsmöglichkeit“ gesehen. Das Land sei immerhin das neuntbevölkerungsreichste der Welt.

Der Eintritt in zahlreiche Märkte in den letzten Jahren untermauere ausserdem eindrucksvoll die ehrgeizigen Wachstumspläne des Unternehmens, heisst es im Kommentar weiter. Vontobel geht nach wie vor davon aus, dass die Gesellschaft das Wachstumsziel für das laufende Jahr von 6-8% (in Lokalwährungen) übertreffen wird.

An der Börse standen die Sika-Papiere unter Abgabedruck. Zum Handelsschluss stand ein Minus von 1,6% zu Buche, während der Gesamtmarkt SMI um 0,56% nachgab. Im Vergleich seit Anfang Jahr haben sich die Papiere mit einer Performance von fast 60% aber deutlich besser als der Markt geschlagen. (awp/mc/ps)

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