Skyguide mit geringerem Wachstum der Überflüge

Flugsicherung

Schweizer Flugsicherung registrierte im vergangenen Jahr weniger Überflüge, aber mehr An- und Abflüge.

Genf – Die Schweizer Flugsicherung Skyguide hat im Jahr 2011 die Auswirkungen der europäischen Finanzkrise zu spüren bekommen. Dies zeigt sich insbesondere an der Zahl der Überflüge. Diese ist im Gegensatz zur Zahl der An- und Abflüge nur leicht angestiegen im Vergleich zum Vorjahr.

Skyguide ist verantwortlich für die Flugsicherung in der Schweiz und in einem Teil des angrenzenden ausländischen Luftraumes. Im Jahr 2011 betrug das Verkehrsaufkommen insgesamt 1,19 Mio Flüge, 2010 waren es 1,16 Mio. Dies geht aus einer Mitteilung des Unternehmens von Mittwoch hervor.

5,9 % mehr An- und Abflüge
Die Anzahl der An- und Abflüge auf den von Skyguide kontrollierten Flugplätzen gegenüber dem Vorjahr nahm um 5,9% zu und lag damit bei 517’314. Durchschnittlich wurden 3268 Flüge pro Tag kontrolliert. Die Jahreshöchstmarke von 4’051 Flügen wurde am 16. September 2011 erreicht, wie es weiter heisst.

Das Wachstum in den Kontrollzentren in Dübendorf  und Genf betrug insgesamt 3,2 Prozent. Die Zentren sind vor allem für die Überwachung von Überflügen zuständig. Laut Mitteilung waren die An- und Abflüge auf den Schweizer Flugplätzen weniger von der europäischen Finanzkrise betroffen als die Überflüge.

Zürich: Fast 270’000 Flugbewegungen
Am Flughafen Zürich verzeichnete Skyguide mit 268’384 Flugbewegungen einen Zuwachs von 4,5%, am Flughafen Genf mit 176’009 Flugbewegungen gar ein Plus von 7%. Die Überflüge hingegen nahmen lediglich um 0,9% zu. Sie stiegen von 706’165 auf 712’830.

Immer weniger Verspätungen
Verspätungen im Flugverkehr können gemäss Communiqué eine Vielzahl von Gründen am Boden (Gepäckabfertigung, Sicherheitskontrolle) und in der Luft (Wetter) haben. Rund 12 Prozent aller Flugverspätungen sind auf die Flugsicherung zurückzuführen.

Flugsicherungsbedingte Verspätungen entstehen, wenn die Anzahl geplanter Flüge die zur Verfügung stehende Luftraumkapazität überschreitet. Aus Sicherheitsgründen ist für jeden Luftraumsektor, der von einer Flugverkehrsleiterin oder einem Flugverkehrsleiter überwacht wird, eine maximale Anzahl Flüge pro Stunde definiert.

Mehr Verspätungen in Zürich wegen schlechten Wetterbedingungen
96,9% des täglichen Flugverkehrs wurden 2011 pünktlich abgewickelt. Dies stelle einen Rekord dar, schreibt das Unternehmen. Die Verspätungen in Genf konnten halbiert werden. Am Flughafen Zürich dagegen führten die schlechten Wetterbedingungen zu einer Zunahme bei den Verspätungen.

Im Überflugbereich konnten die flugsicherungsbedingten Verspätungen um 60% reduziert werden. Dies sei auf diverse Massnahmen zur Kapazitätserhöhung zurückzuführen. (awp/mc/pg)

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