Sommer in der Schweiz verspricht Rekrutierungsboom

Leif Agnéus
Leif Agnéus, External Relations & Public Affairs Director von Manpower Schweiz. (Foto: Manpower)

Zürich / Genf – Gemäss den aktuellen Ergebnissen des Manpower Arbeitsmarktbarometers zeigen sich die Schweizer Arbeitgeber optimistisch und planen, bis Ende September die Anzahl Mitarbeitende zu erhöhen. Die Arbeitsmarktprognose erreicht den höchsten Wert seit nahezu sechs Jahren (+5 %). Die dynamischsten Arbeitsmärkte finden sich in der Deutschschweiz, und insbesondere in der Ostschweiz. Bei den Sektoren geben vor allem das Baugewerbe und die verarbeitende Industrie Grund zu Optimismus. Auch die Arbeitgeber der mittleren Unternehmen sind zuversichtlich und melden die besten Beschäftigungsaussichten seit fünf Jahren.

«Das Wachstum der europäischen und weltweiten Wirtschaft stimuliert den Arbeitsmarkt. Die Ergebnisse unseres Arbeitsmarktbarometers verdeutlichen die gute Verfassung der Schweizer Unternehmen, die im Sommer 2018 vermehrt Mitarbeitende einstellen wollen», kommentiert Leif Agnéus, General Manager von Manpower Schweiz. «In bestimmten Branchen könnte diese Dynamik jedoch durch den erwarteten Mangel an Talenten etwas ausgebremst werden. Die Rekrutierung wird zunehmend schwierig, denn es gibt immer weniger Kandidaten mit den gesuchten spezifischen Kompetenzen.»

Ostschweiz: treibende Kraft der Beschäftigung im kommenden Quartal
In fünf der sieben untersuchten Regionen beabsichtigen Arbeitgeber, die Anzahl Mitarbeitende im dritten Quartal 2018 stabil zu halten oder zu erhöhen. Mit Abstand am zuversichtlichsten sind sie in der Ostschweiz (+13 %). Die Region weist auch den stärksten Anstieg im Quartals- und Jahresvergleich auf (10, bzw. 15 Prozentpunkte). In der Nordwestschweiz (+7 %) und in Zürich (+6 %) erwarten Arbeitgeber ebenfalls einen dynamischen Arbeitsmarkt. Im Tessin (-2 %) zeigen sie sich dagegen am pessimistischsten. In der Genferseeregion (+3 %) sind die Beschäftigungsaussichten nach drei schwachen Quartalen nun wieder etwas zuversichtlicher.

Baugewerbe und verarbeitende Industrie mit besonders günstigen Prognosen
Sechs der zehn untersuchten Wirtschaftssektoren verzeichnen positive Aussichten für das kommende Quartal. Die Arbeitgeber im Baugewerbe (+12 %) zeigen sich so zuversichtlich wie seit drei Jahren nicht mehr und verzeichnen damit auch die stärksten Anstiege im Quartals- und Jahresvergleich (25, bzw. 17 Prozentpunkte). Die verarbeitende Industrie (+11 %) weist ihrerseits die zuversichtlichste Prognose seit fast zehn Jahren auf. Bei vier Sektoren sind die Prognosen dagegen rückläufig. Dazu zählt insbesondere die Energie- und Wasserversorgung (-5 %), wo die Arbeitgeber vom schlechtesten Beschäftigungsklima seit fünf Jahren ausgehen. Und auch im Gastgewerbe (-3 %) liegen die Prognosen auf dem niedrigsten Stand seit zwei Jahren.

Stärkste Dynamik seit vier Jahren bei mittleren Unternehmen
In allen vier untersuchten Unternehmenskategorien gehen die Arbeitgeber für das dritte Quartal 2018 davon aus, die Zahl ihrer Mitarbeitenden mehr oder weniger stark aufzustocken. Die Arbeitgeber der mittleren Unternehmen (+12 %) verzeichnen die höchste Prognose seit dem Frühjahr 2014 und die stärksten Anstiege im Quartals- und Jahresvergleich (4, bzw. 13 Prozentpunkte). In Grossunternehmen (+12 %) sind die Beschäftigungsaussichten während des Sommers genauso optimistisch. Die Dynamik bei den Kleinst- (+3 %) und Kleinunternehmen (+1 %) ist etwas verhaltener.

Anhaltende Zuversicht bei deutschen Arbeitgebern
Unter den Nachbarländern scheint Deutschland (+8 %) am robustesten, der deutsche Arbeitsmarkt ist weiterhin dynamisch. In Frankreich (+5 %) bleiben die Beschäftigungsaussichten gegenüber dem Vorquartal unverändert und steigen gegenüber dem Vorjahr an. In Österreich (+7 %) zeigen sich die Arbeitgeber ebenfalls zuversichtlich, und die Aussichten verzeichnen im Quartals- und Jahresvergleich einen Anstieg. Italien ist das einzige untersuchte Land, das negative Aussichten meldet (-2 %). Damit verzeichnet es eine relativ stabile Entwicklung sowohl gegenüber dem Vorquartal als auch im Jahresvergleich.

Die ausführlichen Ergebnisse der Umfrage finden Sie zudem auf: www.manpower.ch/barometer. (Manpower/mc/ps)

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