Sonova ist wieder zuversichtlicher

Arnd Kaldowski
Sonova-CEO Arnd Kaldowski. (Foto: Sonova/Flickr)

Stäfa – Der Hörsystem-Hersteller Sonova erholt sich rascher vom Einbruch der Coronakrise als bisher angenommen. Aufgrund dessen erhöht die Gesellschaft ihren bisherigen Ausblick.

Konkret erwartet Sonova jetzt für das erste Geschäftshalbjahr 2020/21 ein Umsatzniveau bei konstanten Wechselkursen von rund 79 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. Zudem wird mit einer bereinigte EBITA-Marge von etwa 15 Prozent in Schweizer Franken für den gleichen Zeitraum gerechnet, wie Sonora am Montag mitteilte.

Bisher hatte die Gesellschaft mit einem Umsatzniveau von etwa 65 bis 75 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode und einer positiven Marge im einstelligen Bereich gerechnet.

Für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres erwartet die Gruppe eine Rückkehr zum Wachstum mit einem Anstieg von 4 bis 8 Prozent im Umsatz und von 20 bis 30 Prozent im bereinigten EBITA gegenüber der Vorjahresperiode, jeweils bei konstanten Wechselkursen.

Für das Geschäftsjahr 2020/21 bedeute dies, dass der Umsatz voraussichtlich 92 bis 94 Prozent des Vorjahresniveaus erreichen und der bereinigte EBITA in etwa auf Höhe des Vorjahres liegen werde.

Als Folge der Aufwertung des Schweizer Frankens und unter Berücksichtigung der aktuellen Wechselkurse erwartet Sonova für das Geschäftsjahr 2020/21, dass das ausgewiesene Umsatzwachstum in Schweizer Franken um circa 4 Prozentpunkte und der Anstieg beim bereinigten EBITA in Schweizer Franken um rund 10 Prozentpunkte gemindert werden wird.

Treiber ist Asien/Pazifik
Seit der Information zur Geschäftsentwicklung vom 6. Juli 2020 hätten Sonovas Geschäftsaktivitäten schneller als erwartet an Dynamik gewonnen, heisst es weiter. Die Erholung des globalen Marktes für Hörlösungen von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie habe zu dieser Verbesserung beigetragen. Darüber hinaus würden die internen Wachstums- und Produktivitätsinitiativen der Gruppe zunehmend positive Wirkung zeigen.

Der Markt für Cochlea-Implantate erholte sich den Angaben ebenfalls, wenn auch deutlich langsamer als der Markt für Hörgeräte, da in vielen Kliniken die Kapazitäten für chirurgische Eingriffe weiterhin reduziert bleiben.

Geografische werde die Erholung im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2020/21 weiterhin durch die Region Asien/Pazifik angeführt, mit einem Umsatzanstieg von rund 4 Prozent bei konstanten Wechselkursen. In den Regionen EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) und Amerika (ohne USA) bewegten sich die Verkäufe ungefähr auf dem Vorjahresniveau während der Umsatz in den Vereinigten Staaten knapp 10 Prozent tiefer als in der Vorjahresperiode ausfiel. (awp/mc/ps)

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