SRG schreibt 2013 schwarze Zahlen

Roger de Weck
Roger de Weck, SRG-Generaldirektor. (Foto: SRG SSR/Marcel Grubenmann)

SRG-Generaldirektor Roger de Weck. (Foto:  SRG SSR/Marcel Grubenmann)

Zürich – Die SRG hat das Geschäftsjahr 2013 mit einem Gewinn von 20,1 Mio CHF abgeschlossen. Im Vergleich zum Vorjahr sank vor allem der Produktions- und Personalaufwand. Auf der anderen Seite konnte die SRG aber auch weniger Werbegelder einnehmen.

Im vergangenen Jahr habe kein sportlicher Grossanlass in der Grössenordnung von Olympischen Spielen oder einer Fussball-Weltmeisterschaft stattgefunden, teilte die SRG am Freitag mit. Solche Grossanlässe würden den Aufwand jeweils in die Höhe treiben.

Der Personalaufwand betrug 2013 noch 673,9 Mio CHF, im Jahr davor hatte er bei 814 Mio CHF gelegen. Der Programm- und Produktionsaufwand sank um rund 11,4 Mio CHF auf 593 Mio CHF. Insgesamt betrug der Betriebsaufwand im vergangenen Jahr 1,60 Mrd CHF.

Weniger Werbeeinnahmen
Gesunken ist aber nicht nur der Aufwand, sondern auch der Ertrag. Dies vor allem wegen sinkender Werbeeinnahmen. Mit 348,5 Mio CHF nahm die SRG 2013 über die Werbung rund elf Mio CHF weniger ein.

Mitverantwortlich dafür macht die SRG den Umstand, dass im Frühjahr wegen Problemen bei der Messung die Zuschauerzahlen nicht veröffentlicht werden konnten. Dies habe sich markant auf die Werbeeinnahmen ausgewirkt. Nach der Umstellung auf ein neues Messsystem für die TV-Zuschauerzahlen musste die Publikation der Zahlen im vergangenen Jahr verschoben werden.

1,2 Mrd Franken Empfangsgebühren
Die wichtigste Einnahmequelle sind für die SRG aber die Empfangsgebühren. Mit diesen nahm die SRG im vergangenen Jahr 1,2 Mrd CHF ein – rund 15 Mio CHF mehr als im Jahr davor. Damit machen die Empfangsgebühren nach wie vor rund drei Viertel des Ertrags aus.

Insgesamt betrug der Betriebsertrag im vergangenen Jahr 1,62 Mrd CHF – gegenüber 1,64 Mrd CHF im Vorjahr.

Pensionskasse neu aufgestellt
Für das Jahr 2012 hatte die SRG noch ein Defizit von 117 Mio CHF ausgewiesen. Rückstellungen für Pensionskassenleistungen im Umfang von 160 Mio CHF belasteten damals die Rechnung. Der Grossteil dieser Rückstellungen betraf die Senkung des technischen Zinssatzes von 4 auf 3,25%.

Die Pensionskasse sei nun für die Zukunft aufgestellt und könne auf Schwankungen an den Anlagemärkten besser reagieren, teilte die SRG mit. Der Geschäftsbericht 2013 wird am 25. April der SRG-Delegiertenversammlung zur Genehmigung vorgelegt.  (awp/mc/ps)

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