IAZI: Stark abgekühlte Wohneigentumsmärkte

Hypotheken
(Foto: Andy Dean - Fotolia.com)

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Zürich – Die Preise für Wohneigentum sind im 2. Quartal dieses Jahres um 0.4 % gestiegen. Im Vergleich zum Vorquartal entspricht dies einer marginalen Zunahme um 0.1 %. Auf Jahresbasis betrachtet nahmen die Preise um 1.5 % zu (im Vorquartal 2.3 %). Damit liegt das Preiswachstum weit unter dem langjährigen Durchschnitt von 2.5 %. Dieser Wert repräsentiert die Entwicklung der Preise für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen über einen Zeitraum von 30 Jahren. «Der Markt hat sich aufgrund des hohen Preisniveaus und der strenger gefassten Finanzierungsregeln zum Erwerb von Wohneigentum abgekühlt», sagt Professor Dr. Donato Scognamiglio, CEO der IAZI AG.

Das Zürcher Immobilien-Beratungsunternehmen regt angesichts der anhaltenden Tiefzinsperiode an, den kalkulatorischen Zins von 4 bis 5 Prozent bei der Vergabe neuer Hypotheken zu überdenken. «Der kalkulatorische Zinssatz stellt eine hohe Hürde für Kaufwillige dar, vor allem im Verbund mit der ebenfalls eingeführten strengeren Amortisationspflicht. Familien mit Durchschnittsverdienst sind praktisch vom Markt ausgeschlossen», sagt Donato Scognamiglio.

Transaktionspreise Einfamilienhäuser
Die EFH-Durchschnittspreise sind im 2. Quartal um 0.4 % gestiegen, was einer Abnahme um 0.1 % im Vergleich zum Vorquartal entspricht. Auf Jahresbasis betrachtet belief sich die Preisentwicklung auf 1.8 % (-0.6 % im Vergleich zum Vorquartal).

Transaktionspreise Eigentumswohnungen
Noch schwächer als bei den EFH fiel der Preisanstieg bei den EWO aus. Er belief sich im 2. Quartal auf 0.3 % (Vorquartal 0.1 %). Die jährliche Preissteigerung sank deutlich von 2.4 % im Vorquartal auf noch 1.3 %.

Entwicklung der Angebotspreise
Die ImmoScout24 IAZI Immobilienindizes zeigen im 2. Quartal die folgenden Entwicklungen: EFH +0.5%, EWO +0.6%. Dieser Index widerspiegelt auf der Basis inserierter Preise die Stimmung der Anbieter von Wohneigentum. Sie ist als «verhalten positiv» zu bezeichnen. Die ImmoScout24 IAZI Immobilienindizes basieren auf Angebotspreisen und dienen als Vorlaufindikator für die zukünftige Marktentwicklung.

Transaktionspreise Mehrfamilienhäuser
Die Preise für MFH sanken im 2. Quartal um 0.2 %, im Vorquartal haben sie stagniert. Auf Jahresbasis gerechnet sind die Preise noch um 2.5 % gestiegen (Vorquartal 3.3 %). «Angesichts des hohen Anlagedrucks seitens der institutionellen Investoren ist diese Entwicklung überraschend», sagt Donato Scognamiglio, «erklärt sich aber durch das hohe Preisniveau und das geringe Angebot. Zudem stehen die Aktienmärkte verstärkt im Fokus».

Die Performance ging leicht um 0.2 auf 0.7 % zurück. Über ein Jahr betrachtet betrug sie 6.2 % (Vorquartal 7.1 %). Als Performance wird die Gesamtrendite bezeichnet, welche die Netto-Cashflow-Rendite und die Wertsteigerung umfasst. (IAZI/mc/ps)

IAZI

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