Starrag 2014 mit etwas mehr Umsatz

Walter Börsch
Walter Börsch, ehemaliger CEO Starrag Group. (Foto: Starrag)

Walter Börsch, CEO Starrag Group. (Foto: Starrag)

Rorschacherberg – Der Fräsmaschinen-Hersteller Starrag hat im Geschäftsjahr 2014 etwas mehr Umsatz erzielt, wogegen der Auftragseingang gegenüber dem starken Vorjahr zurückging. Dank eines starken Schlussquartals reduzierte sich allerdings das Minus bei den Bestellungen gegenüber dem Stand nach neun Monaten deutlich. Wegen des starken Frankens sieht sich das Unternehmen zu weiteren Einsparungen gezwungen.

Der Umsatz stieg um 0,6% auf 393 Mio CHF, während der Auftragseingang um 4,1% auf 407 Mio zurückging. Akquisitions- und währungsbereinigt ergab sich beim Umsatz ein Plus von 1,5% und beim Bestellungseingang ein Minus von 3,3%. Nachdem der Auftragseingang nach neun Monaten noch im zweistelligen Prozentbereich rückläufig gewesen sei, habe sich das Minus dank eines starken Schlussquartals noch abgeschwächt, teilte das Unternehmen am Montag mit. Der Auftragsbestand per Ende Jahr lag bei 288 Mio CHF, Ende September waren es rund 254 Mio und vor einem Jahr 274 Mio gewesen.

Weiter äussert sich Starrag zur Kursfreigabe des Frankens durch die SNB: Dies erfordere weitere Kosteneinsparungen. Zwar sei man im Industrievergleich Wechselkursschwankungen unterdurchschnittlich ausgesetzt, da nur rund ein Viertel des Umsatzes in Schweizer Werken produziert werde. Dennoch liege der Anteil der in Franken anfallenden Kosten gruppenweit über dem entsprechenden Umsatzanteil.

Es sei vor allem die Stärke der Frankenaufwertung, die nicht ohne Einfluss auf die Konkurrenzfähigkeit der Schweizer Werke bleiben werde und sich nicht kurzfristig auffangen lasse, dies ungeachtet der gezielten und substantiellen Produktivitätssteigerungen der letzten Jahre. Je nach Kursentwicklung in den kommenden Wochen sei deshalb im ersten Quartal 2015 eine Neubewertung der nicht abgesicherten Fremdwährungspositionen erforderlich.

Ausserdem seien Gespräche mit Lieferanten und Arbeitnehmervertretungen im Gang mit dem Ziel, zumindest einen Teil der Frankenaufwertung mit Kosteneinsparungen zu kompensieren. Preiserhöhungen liessen sich abhängig vom Wettbewerbsumfeld in den einzelnen Zielmärkten nur selektiv umsetzen.

Margen im Rahmen des Vorjahres
Zum Auftragseingang heisst es weiter, dass sich Asien stark entwickelt habe und auch in Nordamerika ein Plus erzielt worden sei. Dies habe aber den Rückgang in Europa nicht vollumfänglich kompensieren können. Das Minus in Europa erkläre sich mit dem überdurchschnittlich hohen, auf einzelne Grossprojekte zurückzuführenden Auftragseingang 2013.

Nach Abnehmerindustrien betrachtet gingen die Bestellungen im Bereich Aerospace gegenüber dem «ausserordentlich guten» 2013 etwas zurück. Auch im Bereich Industry ergab sich ein Minus, wobei der Zielmarkt Precision Engineering einmal mehr zugelegt habe. Der Bereich Energy tendierte aufgrund der unsicheren energiepolitischen Perspektiven erwartungsgemäss weiterhin schwach. Mehr Aufträge als im Vorjahr erhielt dagegen das Transportsegment.

Die Book-to-bill-Ratio lag per Ende Jahr mit 1,04 über dem angestrebten Wert von 1. Mit Blick auf die Ergebnisse erwartet Starrag für 2014 Margen im Rahmen des Vorjahres. Dies entspricht der Prognose vom vergangenen November.

Der Geschäftsbericht mit dem vollständigem Jahresabschluss wird am 6. März 2015 veröffentlicht. (awp/mc/ps)

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