Stellenabbau bei ABB Turbo Systems AG

Remo Lütolf
Remo Lütolf, CEO ABB Schweiz (Bild: ABB)

Remo Lütolf, CEO ABB Schweiz. (Foto: ABB)

Baden – Wegen der anhaltenden weltweiten Krise im Marinebereich passt die ABB Turbo Systems AG, eine Tochtergesellschaft von ABB Schweiz, ihre Strukturen und Kapazitäten an und baut 145 Stellen ab. Zudem werden die Geschäftsaktivitäten in Baden und Klingnau (AG) konzentriert. Die Produktion im Werk Deitingen (SO) wird Mitte 2014 eingestellt. Mehr als der Hälfte aller Mitarbeitenden aus Deitingen wird in Baden oder Klingnau ein Arbeitsplatz angeboten. Für die vom Abbau betroffenen Mitarbeitenden besteht ein Sozialplan.

Die Massnahmen werden bis Mitte 2014 schrittweise umgesetzt und sollen die ABB Turbo Systems AG nachhaltig stärken, schreibt ABB Schweiz in einer Medienmitteilung. Mit der Konzentration an den zwei Standorten Baden und Klingnau soll die Wettbewerbsfähigkeit erhöht werden.

Massiver Bestellungsrückgang
Die Krise im Marinebereich hatte 2012 einen massiven Bestellungsrückgang zur Folge. Die ABB Turbo Systems AG hat mit dem Abbau von Überstunden und Ferienguthaben, dem Transfer von Mitarbeitenden innerhalb von ABB Schweiz sowie der Rückverlagerung von auswärts gefertigten Komponenten auf diese negative Entwicklung reagiert. Eine sorgfältige Analyse der Geschäftsaussichten habe nun jedoch gezeigt, dass die bisher getroffenen Massnahmen nicht ausreichten, um die Kapazitäten dem mittelfristig zu erwartenden Auftragsvolumen anzupassen, heisst es weiter.

Unterstützung für Betroffene
Die ABB zeigt sich zuversichtlich, für die von einer Entlassung betroffenen Mitarbeitenden Lösungen zu finden. Ein innerbetriebliches Arbeitsmarktzentrum sowie externe Partner sollen die Betroffenen bei der Stellensuche unterstützen, damit sie wieder rasch und dauerhaft in den internen oder externen Arbeitsmarkt integriert werden können. Dabei arbeitet ABB eng mit dem Angestelltenrat zusammen.

Die ABB Turbo Systems AG ist Weltmarktführer für die Aufladung von Diesel- und Gasmotoren mittels Abgasturboladern im Leistungsbereich oberhalb 500 kW. Rund 200’000 ABB-Turbolader sind weltweit auf Schiffen, in Kraftwerken, auf Lokomotiven sowie grossen Baustellen- und Minenfahrzeugen im Einsatz. (ABB/mc/pg)

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