Stimmung bei Schweizer Unternehmen bleibt im ersten Quartal robust

Stimmung bei Schweizer Unternehmen bleibt im ersten Quartal robust
(Pexels)

Zürich – Die Stimmung von Schweizer Unternehmen zeigt sich zu Beginn des Jahres 2026 stabil, wenn auch etwas weniger dynamisch als im globalen Vergleich. Die Firmen profitieren von einer robusten Ausgangslage und zunehmender finanzieller Zuversicht.

Der vom Wirtschaftsinformationsdienst Dun & Bradstreet (D&B) erhobene «Global Business Optimismus-Index» steigt in der Schweiz im ersten Quartal 2026 um 3 Prozent, wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst. Damit bestätige sich die positive Entwicklung des Vorquartals.

Im internationalen Vergleich fällt die Schweiz laut D&B durch besonders hohe Stabilität bei den Bereichen Finanzen und Planungssicherheit auf. In Deutschland falle im Vergleich die Aufhellung breiter und dynamischer aus, heisst es.

Der globale Geschäftsklimaindex legte derweil um 3,5 Prozent zu, nachdem er vier Quartale in Folge gesunken war. Grund für den Aufschwung seien insbesondere eine Normalisierung der Lieferketten, mehr Planungssicherheit im internationalen Handel und eine verbesserte Finanzplanung, schrieb D&B.

Der Index zur Stabilität der Lieferketten verzeichnete in der Schweiz ein Plus von 10 Prozent. Verbesserungen zeigten sich vor allem bei Lieferzeiten und Kostenbedingungen. Besonders konsumnahe Branchen profitierten, etwa die Lebensmittelherstellung, die Textilindustrie sowie der Gross- und Einzelhandel.

Zurückhaltung bei Investitionen
Auch die finanzielle Zuversicht der Schweiz wachse überdurchschnittlich stark. Der entsprechende Index kletterte um 8,4 Prozent. Rückenwind erhalte die Stimmung durch handelspolitische Entlastungen, etwa die Reduktion der US-Zölle auf Schweizer Importe auf 15 von 39 Prozent im November. Trotz der steigenden Zuversicht blieben Schweizer Unternehmen bei Investitionen aber vorsichtig, hiess es weiter.

Eine leichte Verschlechterung gab es in der Schweiz beim Thema Nachhaltigkeit. Der ESG-Index sank um 2 Prozent. Bereits im Vorquartal war das ESG-Engagement rückläufig (-4 Prozent).

Für den vierteljährlich erscheinenden Report befragte D&B laut eigenen Angaben rund 10’000 Unternehmen aus 32 Ländern zu ihren Geschäftserwartungen. (awp/mc/pg)

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