Sunrise kurz vor Gang an die Schweizer Börse?

Dominik Koechlin

Sunrise-VRP Dominik Koechlin. (Bild: Clariant)

Zürich – Der Schweizer Telekomanbieter Sunrise steht offenbar kurz vor einem Gang an die Schweizer Börse. Wie die Zeitung «Finanz und Wirtschaft» (online) am Montag mit Bezug auf mehrere Quellen schreibt, könnten die Pläne bereits diese Woche verkündet werden. Das grüne Licht durch die Eigentümerin, das US-Private Equity Haus CVC, stehe allerdings noch aus, heisst es im Artikel. Sunrise wollte die Spekulationen gegenüber dem Blatt nicht kommentieren.

Federführend beim IPO sei die UBS, eine zentrale Rolle spiele zudem die Deutsche Bank. Und mit von der Partie sei auch die amerikanische Grossbank Morgan Stanley, allerdings in einer untergeordneten Rolle, heisst es im Artikel. Mit dem Erlös aus dem Börsengang soll primär die Schuldenlast der derzeit von Privatinvestoren gehaltenen Sunrise verringert werden, wobei die Verschuldungsquote auf das Niveau anderer europäischer Konkurrentinnen gesenkt werden solle, wie es heisst. CVC werde als Ankeraktionärin bei Sunrise auch nach dem IPO engagiert bleiben.

Bereits lang anhaltende IPO-Spekulationen
Die IPO-Spekulationen gibt es schon relativ lange. Zuletzt hatte Mitte Dezember die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass CVC sich von Sunrise trennen wolle. CVC habe Kontakt mit Banken aufgenommen worden, um die Optionen für einen Verkauf oder einen Börsengang auszuloten, hiess es damals. Die «FuW» spekuliert jetzt, dass die Ankündigung des Verkaufs der Konkurrentin Orange im Dezember dazu geführt habe, dass der Startschuss für die Publikumsöffnung verschoben worden sei. (awp/mc/ps)

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