Swiss einigt sich mit Pilotengewerkschaft Aeropers auf GAV-Eckwerte

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Airbus A340 der Swiss. (Foto: Swiss)

Airbus A340 der Swiss. (Foto: Swiss)

Zürich – Die Fluggesellschaft Swiss hat sich mit dem Vorstand des Pilotenverbandes Aeropers auf Eckwerte für einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) geeinigt. Auf der Grundlage des neuen GAV werden künftig alle Swiss-Piloten Langstreckenjets fliegen können.

Im Hinblick auf die bevorstehende Erneuerung der Swiss-Regionalflotte mit Bombardier-Jets und der Anschaffung der Langstreckenflugzeuge Boeing 777 plant die Swiss seit langem die Integration der Regionalfluggesellschaft und die Fusion der beiden Pilotenkorps. Die Verhandlungen für eine Zusammenlegung der Pilotenkorps ziehen sich bereits seit Ende 2012 hin.

Im Juni 2014 hatte sich die Swiss schliesslich mit den 230 im Verband IPG organisierten Regionalpiloten auf einen GAV geeinigt. Der Vertrag trat per 1. Juli 2014 in Kraft und sieht vor, dass die bisher tiefer entlöhnten Regionalpiloten auch die künftigen Langstreckenjets Boeing 777 fliegen können, die ab 2016 eintreffen sollen. Der Pilotenverband Aeropers verweigerte damals die Zustimmung. Nun haben sich auch Swiss und Aeropers auf die Grundlagen für einen neuen GAV geeinigt, wie die beiden Vertragsparteien am Montag gemeinsam mitteilten.

Details noch offen
Die Ausarbeitung der vertraglichen Details soll in den nächsten Wochen stattfinden. Danach muss der Vertrag noch vom Swiss-Verwaltungsrat und den Aeropers-Mitgliedern genehmigt werden. Im Fall einer Annahme wird der Vertrag ab April 2015 wirksam werden und den aktuellen GAV ersetzen. Nach einer weiteren Eskalation der Verhandlungen zwischen Aeropers und Swiss im September mit der Kündigung des GAV durch die Swiss drängte die Zeit.

«Spät, aber gerade noch rechtzeitig»
Swiss-Chef Harry Hohmeister liess sich denn auch in der Mitteilung vom Montag zitieren: «Die Einigung kommt spät, aber gerade noch rechtzeitig vor Beginn der erforderlichen Ausbildungsschritte für die Einflottung der beiden neuen Flugzeugmuster Bombardier und Boeing 777 Anfang 2015.»

Der wirtschaftliche Beitrag der Airbus-Piloten sei für Swiss ein bedeutendes Element der Einigung, das den Flottenersatz ermögliche, so Hohmeister weiter.

Pensionsalter 60
Laut Aeropers beinhaltet der Kompromiss eine namhafte, wertvolle Beteiligung beider Pilotenkorps an der Einführung der neuen Flugzeugmuster. Das Pensionsalter wird von bisher 58 auf 60 Jahre erhöht. Weitere Details etwa zur Entlöhnung der Piloten müssen laut einer Swiss-Sprecherin noch geregelt werden. Aeropers-Präsident Rolf Odermatt betonte, dass die Airbus-Piloten mit der Einigung einen wertvollen Beitrag zur Zukunftssicherung von Swiss leisteten. (awp/mc/pg)

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