Swisslog mit 10% höherem Gewinn

Peter Hettich

Peter Hettich, VR-Delegierter Swisslog. (Bild: Swisslog)

Buchs – Trotz eines schwierigen Marktumfelds kann Swisslog im ersten Halbjahr 2014 eine Gewinnsteigerung vermelden. Während sich das Geschäft in den beiden Divisionen unterschiedlich entwickelte, profitierte das Unternehmen von einem Sonderertrag aus einer wieder zum Leben erweckten Forderung. Für das Gesamtjahr rechnet Swisslog mit einem Umsatzplus von 5%, wobei das zweite Semester stärker ausfallen dürfte.

Im ersten Halbjahr hat Swisslog einen um 4,4% höheren Umsatz von 319,5 Mio CHF erwirtschaftet, der Auftragseingang stieg gar um 13% auf 298,3 Mio. Zum Halbjahr verfügte die Gruppe über einen Auftragsbestand von 520,9 Mio (H1 2013: 450,5 Mio). Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT konnte um 13% auf 6,1 Mio (Marge: 1,9%), das Unternehmensergebnis um 9,5% auf 2,3 Mio gesteigert werden, teilte das auf Logistik in Spitälern und Verteilzentren spezialisierte Unternehmen am Dienstag mit.

Unter Ausklammerung von Währungseffekten stieg der Umsatz um 7,4%. Beim Auftragseingang betrug das bereinigte Plus über 16, beim EBIT gut 24%. Die ausgewiesenen Zahlen liegen mehr oder weniger im Rahmen der Markterwartungen. Analysten hatten gemessen am AWP-Konsens einen Auftragseingang von 292,5 Mio CHF, einen Umsatz von 318,8 Mio und einen EBIT von 7,5 Mio prognostiziert.

HCS: Situation in Nordamerika belastet
Das Ergebnis entspreche wegen des schwierigen Wirtschaftsumfelds in den Hauptmärkten den Erwartungen, wobei sich die beiden Divisionen unterschiedlich entwickelt hätten, heisst es in der Mitteilung weiter.

Die Situation bei Healthcare Solutions (HCS) bleibe insbesondere im Hauptmarkt Nordamerika schwierig, da dort Investitionen im Krankenhausmarkt wegen der Gesundheitsreform und der Budgetsituation nur sehr zurückhaltend getätigt würden. Der Auftragseingang im Segment ging um 9,5% zurück, beim Spartenumsatz ergab sich ein Minus von 7% und auf Stufe EBIT betrug der Rückgang über 23%. Anders als in Nordamerika habe Swisslog jedoch in der Region Asien und Naher Osten wachsen können.

WDS mit Wachstum – Sonderertrag von 2,4 Mio Franken
Bei der Division Warehouse & Distribution Solutions (WDS) kann Swisslog dagegen auf allen Stufen ein Plus ausweisen. Der Auftragseingang stieg um fast ein Viertel, der Umsatz wuchs um über 10%.

Auf Stufe EBIT konnte Swisslog das Spartenergebnis mehr als verdoppeln und einen Gewinn von 4,7 Mio CHF (VJ 1,7 Mio) ausweisen. Darin enthalten ist ein Ertrag aus einer zum Projektgeschäft gehörigen Forderung in der Höhe von 2,4 Mio, die vor längerer Zeit vollständig abgeschrieben und im ersten Halbjahr 2014 wieder aktiviert werden konnte. Die Forderung sei im Juli bezahlt worden, teilt Swisslog mit. Geografisch konnte die Division vor allem in der Region Asien-Pazifik zulegen. Auch in Nordamerika habe man wachsen können, allerdings nur in geringem Ausmass. Die Marktsituation in Europa bleibe hingegen anspruchsvoll.

Bis zu 5 % mehr Umsatz im Gesamtjahr erwartet
Ungeachtet des anspruchsvollen Umfelds habe Swisslog in die Zukunft investiert, heisst es. Davon zeuge etwa der in Einklang mit dem Auftrags- und Umsatzwachstum erfolgte Personalausbau auf 2’300 Mitarbeiter (+5,3%), insbesondere im operativen Bereich bei WDS. Zur weiteren Stärkung ihres Lösungs- und Produktportfolios habe man besonders stark in den Bereich Software investiert.

Im Hinblick auf das Gesamtjahr rechnet Swisslog mit einem bis zu 5,0% über dem Vorjahr liegenden Umsatz und einer EBIT-Marge zwischen 2,5% und 3,0%. Dank der grundlegenden Markttrends, die die Nachfrage nach Automatisierungslösungen beider Divisionen stützten, und des guten Auftragsbestands sei ein stärkeres zweites Semester zu erwarten, heisst es. (awp/mc/pg)

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