Swissness verkauft sich gut in China

Swissness
(Foto: Bestart Photography - Fotolia.com)

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Zürich – In China verkauft sich Swissness «extrem gut». Dies sagte Kaspar Engeli, Direktor Handel Schweiz, am Dienstag vor den Medien in Zürich. Nebst den üblichen Exportgütern sieht er auch Chancen für Schweizer Weine und Spielsachen.

Zu den wichtigsten Schweizer Produkten, die nach China exportiert werden, gehören Maschinen, Uhren und Instrumente sowie Chemie- und Pharmaerzeugnisse. Auf der Importseite sind es ebenfalls Chemie- und Pharmaprodukte, wie Engeli ausführte.

Trinken Chinesen bald Schweizer Wein…
In China leben rund 1,4 Mrd Menschen. Mit der rasanten Zunahme der Mittelschicht wachse der Konsumhunger enorm, sagte Engeli weiter. «Chinesen trinken nicht nur neuerdings Schweizer Milch und bringen von Reisen gleich mehrere Schweizer Luxusuhren mit, sie entdecken auch den Wein.» Darin liege eine grosse Chance für die Schweiz.

Wenn es der Schweiz gelingen würde, Schweizer Weine als Dachmarke zu positionieren, – beispielsweise mit einem Deckel mit Schweizerkreuz auf allen Weinen – «bestehen hier immense Erfolgsaussichten». Denn der Weinmarkt in China sei nicht etabliert, er entstehe erst.

Dank des Freihandelsabkommens, das seit Juli in Kraft ist, habe die Schweiz für China in Europa die Pole-Position und einen grossen Vorteil gegenüber andern Ländern. «Dies gilt es durch eine attraktive Standortpolitik zu nutzen.»

…und spielen mit Schweizer Spielsachen?
Seit jeher spielt China im Bereich Spielwaren eine wichtige Rolle. Rund 70% der Schweizer Spielwaren kommen aus China. Rolf Burri, Präsident Spielwarenverband Schweiz Burri zeigte sich überzeugt, dass auch im Export von Spielwaren nach China durchaus Chancen bestehen.

Für Schweizer Hersteller könnte China im Premium Bereich ein interessanter Partner werden, sagte Burri. «Swissness als Status beim Spielzeug kann durchaus Marktbedürfnisse wecken.» Für europäische Hersteller biete die höhere Kaufkraft und Nachfrage ein gewaltiges Exportpotenzial.

Gemäss einer europäischen Studie umfasst der weltweite Spielwarenmarkt 55 Mrd EUR. Davon entfallen rund 16 Mrd EUR auf Europa mit rund 80 Mio Kindern unter 14 Jahren – auf China 5 Mrd EUR bei 200 Mio Kindern unter 14 Jahren. (awp/mc/ps)

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