Syngenta Q1: Umsatz weiter gestiegen

Mike Mack

Syngenta-CEO Mike Mack. (Foto: Syngenta)

Basel – Der Agrochemiekonzern Syngenta ist im ersten Quartal 2014 weiter gewachsen. Allerdings verlief das Geschäft je nach Region unterschiedlich: Während in Europa ein starker Saisonauftakt gelang, verzögerte Wetterunbill in Nordamerika die Anbausaison. Zudem belasteten Wechselkursverschiebungen stark. Für das Gesamtjahr gibt sich das Management aber weiterhin zuversichtlich und bestätigt die Prognosen.

Der Umsatz nahm um 2% auf 4,68 Mrd USD zu; zu konstanten Wechselkursen (kWk) stiegen die Verkäufe um 5%. Der integrierte Umsatz, also der Geschäftsbereich Lawn and Garden ausgerechnet (202 Mio; +1%), stieg um ebenfalls 2% bzw. 5% zu kWk auf 4,48 Mrd. Dabei nahmen die Absatzmengen um 2% zu; höhere Verkaufspreise hätten sich mit 3% positiv ausgewirkt, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

EMEA stark – Nordamerika verspätet
In der Region Europa, Afrika und Mittlerer Osten (EMEA) wuchsen die Verkäufe um 10% (kWk) auf 2,10 Mrd USD. Getragen wurde das Wachstum primär vom Bereich Crop Protection (+13%). Dies reflektiere den frühen Saisonstart sowie hohe Belastungen durch Unkraut, Krankheiten und Insektenbefall.

In Nordamerika verzögerte sich der Saisonstart im „Corn Belt“ der USA bekanntlich aufgrund des anhaltend kalten Wetters. Zudem habe die Dürre in Kalifornien die Insektizid- und Fungizidnachfrage gebremst. Derweil habe in Kanada ein „gutes“ Umsatzwachstum erzielt werden können. Insgesamt ging der Absatz in Nordamerika aber um 7% auf 1,23 Mrd USD zurück. CFO John Ramsay gab sich im Gespräch mit AWP zuversichtlich, dass der späte Saisonbeginn in den USA später aufgeholt werde.

In der Region Lateinamerika setzte Syngenta zum Abschluss der dortigen Anbausaison mit 595 Mio USD 9% (kWk) mehr um. Das Wachstumstempo habe sich trotz der Trockenheit in Brasilien und Argentinien gegenüber dem Schlussquartal 2013 beschleunigt, heisst es weiter. Starker Raupenbefall trug laut Mitteilung zu einem deutlichen Anstieg der Umsätze mit Insektiziden bei. Das Fungizid „Elatus“ zur Behandlung von Sojarost wurde im wichtigen Markt Brasilien Ende Februar zugelassen. CFO Ramsay hält weiterhin viel vom Produkt: „Wir erwarten, dass Elatus eine marktführende Stellung bekommt.“ Er gab sich im Gespräch mit AWP zudem zuversichtlich, dass das Produkt die Umsatzerwartungen von über 500 Mio erfüllen wird. Seit 2001 habe die Sojarost-Krankheit zu Ernteverlusten von rund 20 Mrd geführt, hiess es. In Asien/Pazifik stieg der Umsatz um 14% (kWk) auf 558 Mio.

Was die einzelnen Produktsegmente angeht, legte der Pflanzenschutz-Umsatz um 6% (kWk) auf 3,24 Mrd USD zu. Dabei verzeichneten die neuen Produkte Verkaufszuwächse um 85%. Der Saatgut-Absatz stieg um 2% auf 1,26 Mrd. „Wir hatten trotz ungünstiger Wetterbedingungen in Nordamerika einen soliden Start ins Jahr 2014“, fasst CEO Mike Mack die Geschäftsentwicklung in der Mitteilung zusammen. Damit hat das Unternehmen die Erwartungen des Marktes insgesamt erfüllt.

Guidance bestätigt
Im weiteren bestätigt CEO Mack die Guidance für das Gesamtjahr und präzisiert die F&E-Aufwendungen sowie die erwarteten Wechselkursverluste. „Für das Gesamtjahr halten wir an unseren Umsatzwachstumserwartungen von 6% für das integrierte Geschäft zu konstanten Wechselkursen fest“, so der CEO. CFO Ramsay sagte gegenüber AWP, dass davon 1 bis 1,5% durch Preiserhöhungen erreicht werden sollen. Zudem bekräftigte CEO Mack, dass die Bruttomarge im laufenden Jahr durch tiefere Saatgutkosten gesteigert werden soll.

Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben würden weiter steigen und voraussichtlich am oberen Ende der angestrebten Bandbreite von 9-10% des Umsatzes liegen, heisst es zudem. „Aufgrund der Abwertung mehrerer Schwellenmarktwährungen im ersten Quartal wird der Währungseffekt auf den EBITDA 2014 voraussichtlich rund 100 Mio USD anstatt der bisher geplanten 50 Mio betragen. Wir erwarten weiterhin einen deutlichen Anstieg des Free Cashflow vor Akquisitionen auf ca. 1,5 Mrd“, führt der CEO aus. (awp/mc/upd/ps)

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