Tamedia und Winterthurer Ziegler Druck prüfen Zusammenarbeit neu

Tamedia und Winterthurer Ziegler Druck prüfen Zusammenarbeit neu
Christoph Tonini, CEO Tamedia. (Foto: Tamedia)

Christoph Tonini, Vorsitzender der Unternehmensleitung der Tamedia.

Winterthur – Die Ziegler Druck- und Verlags-AG in Winterthur und das Zürcher Medienunternehmen Tamedia haben die Zusammenarbeitsverträge per Ende Jahr gekündigt. Bedeckt hält sich die Herausgeberin des «Landboten» zu einem allfälligen Verkauf ihres Traditionsblattes.

Die Verträge seien vorsorglich im Hinblick auf Neuverhandlungen gekündigt worden, liess Martin Bachem, Verwaltungsratspräsident der Ziegler Druck- und Verlags-AG, am Montag in der Rubrik «In eigener Sache» die Leserinnen und Leser des «Landboten» wissen. Für die Zeit nach 2014 evaluiere der Verwaltungsrat «verschiedene Handlungsoptionen». Zu diesen Optionen nehme das Unternehmen «aus grundsätzlichen geschäftspolitischen Überlegungen keine Stellung».

2005 übernahm Tamedia 20% an der Ziegler Druck AG
Dies gelte erst recht für «Gerüchte und Spekulationen über angebliche Verkaufsabsichten, wie sie von einzelnen Medien in den letzten Tagen kolportiert worden sind». Die Ziegler Druck- und Verlags-AG sei sich der Bedeutung des «Landboten» und des gesamten Unternehmens für Stadt und Region Winterthur «sehr bewusst». 2005 übernahm Tamedia 20% an der Ziegler Druck AG. Als Vertreter des Winterthurer Unternehmens wurde Bachem in den Tameda-Verwaltungsrat gewählt. Am vergangenen Freitag stellte er sich nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung. Der «Landbote» wird seit 2005 bei Tamedia in Zürich gedruckt. Bei Ziegler Druck wird beispielsweise das «20 Minuten Friday» von Tamedia hergestellt. Die Redaktion des «Landboten» produziert zudem den überregionalen Mantelteil für die Tamedia-Blätter «Zürcher Unterländer» und «Zürichsee-Zeitung».

Alle seien an einer Fortsetzung der Zusammenarbeit interessiert
Die Kündigung der Kooperationsverträge sei von allen Partnern gegenseitig erfolgt, sagte Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer auf Anfrage. Das gebe die Möglichkeit, die Zusammenarbeit zu überdenken und Anpassungen vorzunehmen. Alle seien an einer Fortsetzung der Zusammenarbeit interessiert. Zimmer bestätigte zudem eine Aussage in der «NZZ am Sonntag»: Sollte sich die Eigentümerfamilie der Winterthurer Verlegerfamilie zu einem Verkauf des «Landboten» entscheiden, sei klar, dass Tamedia «einer der möglichen Partner ist». Über einen Verkauf des «Landboten» wird in den Medien seit einigen Tagen spekuliert. Als mögliche Käufer gehandelt werden neben Tamedia auch SVP-Nationalrat Christoph Blocher, die NZZ-Gruppe und Peter Wanner, der Verleger der AZ Medien. (awp/mc/hfu)

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