Tecan verdoppelt Gewinn im ersten Halbjahr – Ausblick erhöht

Tecan verdoppelt Gewinn im ersten Halbjahr – Ausblick erhöht
Lukas Braunschweiler, Präsident SMG und VR-Präsident Tecan Group. (Foto: SMG)

Männedorf – Tecan hat im ersten Halbjahr 2021 weiter stark von der Nachfrage nach Produkten im Zusammenhang mit dem Kampf gegen das Coronavirus profitiert. Entsprechend stark stieg der Umsatz, beim Gewinn legte das Unternehmen sogar nochmals eine Schippe drauf. Auch der Blick in die Zukunft ist mit einem erhöhten Ausblick nochmals positiver.

Konkret legte der Umsatz von Januar bis Juni um knapp 47 Prozent auf 454,0 Millionen Franken zu, wie die Gesellschaft am Mittwoch mitteilte. In Lokalwährungen habe das Wachstum knapp 48 Prozent betragen. Beide Geschäftssegmente hätten ein ähnliches Wachstum gezeigt. Der Auftragseingang erhöhte sich (in Schweizer Franken) um gut 20 Prozent auf 449,6 Millionen.

Der Umsatzbeitrag von Covid-19-bezogenen Produkten sei nach wie vor stark, beim Auftragseingang habe aber die Nachfrage nach Produkten für andere Forschungs- und klinische Anwendungen überwogen. Insbesondere werde eine starke Dynamik bei Automatisierungssystemen beobachtet.

Gewinn mehr als verdoppelt
Das Betriebsergebnis (EBITDA) verdoppelte sich fast auf 115,0 Millionen von 60,2 Millionen Franken im Vorjahr, die entsprechende Marge verbesserte sich auf 25,3 Prozent von 19,4 Prozent im Vorjahr. Unter dem Strich erzielte Tecan einen um mehr als verdoppelten Gewinn von 82,6 Millionen Franken, nachdem im ersten Halbjahr 2020 ein Gewinn von 36,0 Millionen erreicht wurde.

Tecan erklärt dies insbesondere mit Mengenvorteilen sowie einem günstigen Produktmix. Die Ergebnisentwicklung sei aber auch durch einen einmaligen positiven Effekt in Höhe von 7 Millionen Franken aus der Anpassung des Schweizer Vorsorgeplans begünstigt worden.

Mit den vorgelegten Resultaten hat Tecan die Erwartungen von Analysten deutlich auf allen Ebenen übertroffen.

Segmente mit ähnlicher Entwicklung
Bei den beiden Segmenten sei die Entwicklung ähnlich stark verlaufen. Das Segment Life Sciences Business verbuchte ein Umsatzplus von fast 48 Prozent auf 250,4 Millionen Franken. Hier sei auch erheblich von einer Erholung in Bereichen profitiert worden, die von der Pandemie negativ betroffen waren wie Liquid-Handling- und Automatisierungs-Workstations für verschiedene Life-Science-Forschungsanwendungen, Detektionsinstrumente sowie Forschungsreagenzien für das Next-Generation Sequencing (NGS). Der EBIT wurde mit 63,1 Millionen Franken nach 22,5 Millionen im Vorjahr fast verdreifacht.

Im Geschäftssegment Partnering Business legte der Umsatz in Franken um fast 45 Prozent zu. Es seien ähnliche Trends wie im Life Science-Geschäft beobachtet worden. Der EBIT wurde auf 49,2 Millionen fast verdoppelt.

Beim Blick auf die Regionen hat Nordamerika mit einem Umsatzplus in Lokalwährungen von über 69 Prozent die Nase vorn. Derweil stieg der Umsatz in Europa um gut 36 Prozent, während in Asien ein Plus von knapp 31 Prozent erzielt wurde.

Paramit im Fokus, Ausblick erhöht
Nach dem Abschluss der Paramit-Übernahme fliesst das Geschäft nun ab 1. August in die Jahresrechnung ein. Die anfänglichen Kosten für die Transaktion und Integration veranschlagt Tecan im laufenden Jahr auf etwa 20 Millionen Franken. Derweil sei ein zusätzlicher Umsatzbeitrag von Paramit in Höhe von rund 100 Millionen zu erwarten sowie ein EBITDA-Beitrag bis Dezember vor Integrationskosten von rund 18 Millionen. 2022 soll dann der zusätzliche Umsatz bei rund 276 Millionen Franken (rund 300 Mio USD) liegen.

Mit Blick in die Zukunft gibt sich Tecan optimistischer und hebt den Ausblick an. Nun soll 2021 ein organisches Umsatzwachstum in Lokalwährungen im unteren bis mittleren Zehnerprozentbereich (bisher «mittlerer einstelliger bis mittlerer Zehnerprozentbereich») erreicht werden. Die ausgewiesene EBITDA-Marge soll nun bei mindestens 23 Prozent (bisher 21,8% bzw. mind. Vorjahresniveau) liegen. (awp/mc/pg)

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