Temenos mit Jahresumsatz von 467,8 Mio Dollar

David Arnott
David Arnott, scheidender Temenos-CEO. (Foto: Temenos)

David Arnott, CEO Temenos. (Foto: Temenos)

Genf – Temenos ist im Geschäftsjahr 2013 im Rahmen der Erwartungen gewachsen und hat laut eigenen Angaben Marktanteile gewonnen. Im laufenden Jahr solle Temenos das Wachstum beschleunigen, wie das Westschweizer Bankensoftware-Unternehmen am Dienstagabend mitteilte.

„Ich bin sehr zufrieden, wie sich das Jahr 2013 entwickelt hat“, sagte Temenos-CEO David Arnott an einer Telefonkonferenz am Dienstagabend. Jedes Quartal sei besser als das entsprechende Vorjahresquartal gewesen. Der Umsatz stieg in der Folge um 3,9% auf 467,8 Mio USD. Allein im vierten Quartal seien 14 neue Kunden gewonnen worden, im ganzen Jahr seien es 33 gewesen. „Wir haben Marktanteile gewonnen“, sagte Arnott. Beziffert wurde dies allerdings nicht.

Unterschiedliche Entwicklung
Die einzelnen Bereiche entwickelten sich allerdings erneut unterschiedlich: Das Geschäft mit Software-Lizenzen wuchs um 14% auf 142,6 Mio USD. Das Support-Geschäft (Maintenance), das eng mit der Entwicklung der Lizenzenverkäufe zusammenhängt, legte um 5,4% auf 212,5 Mio USD zu. Der Bereich Services, der den Kunden zusätzliche Unterstützung anbietet, schwächte sich hingegen um 8,7% auf 112,8 Mio ab.

Regional betrachtet habe das Unternehmen insbesondere in Europa zugelegt, hiess es während der Telefonkonferenz. Auch in den anderen Weltgegenden seien die Verkäufe erfreulich verlaufen. Eine Ausnahme sei Amerika gewesen, wo Projekte verschoben worden seien.

Markterwartungen knapp erfüllt
Der EBIT wird bereinigt (non IRFS) mit 112,8 Mio USD ausgewiesen, was einem Plus von 30% entspricht. Dies sei das Resulate einer verbesserten Umsatzzusammensetzung und einer strengen Kostenkontrolle, sagte Finanzchef Max Chuard. So sei der Rückgang des tiefmargigen Servicegeschäfts hilfreich gewesen. Innerhalb des Servicegeschäfts sei zudem der Anteil des „Premium“-Segments grösser geworden. Die Kosten hat man laut Chuard um 2,4% reduzieren können.

Dividende steigt auf 0,35 Franken je Aktie Unter dem Strich resultierte ein Reingewinn von 68 Mio USD nach 25,1 Mio im Vorjahr. Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung für das Berichtsjahr die Ausschüttung einer Dividende von 0,35 CHF je Aktie vor (Vorjahr: 0,28 CHF).

Mit dem Zahlenset hat Temenos die Markterwartungen knapp erfüllt. Der AWP-Konsens lag für den Umsatz bei 468,2 Mio USD und für die Lizenzeinnahmen bei 136,1. Beim EBIT (Non-IFRS) wurde mit 109,7 Mio gerechnet, beim Reingewinn mit 63,7 Mio.

Neue Kundin in Südamerika
Das Unternehmen sieht sich für die Zukunft gut gerüstet. Das gelte umso mehr, weil die Bankbranche vor strukturellen Veränderungen stehe und effizientere und agilere IT-Lösungen benötige. „Wir haben die Lösungen für die Bedürfnisse der Banken“, so CEO Arnott. Das Unternehmen bestätigte am Dienstag die mittelfristigen Ziele. Demnach will das Unternehmen beim Umsatz jährlich um mindestens 5% wachsen (Non-IFRS-Basis).

Laut CEO Arnott ist das Unternehmen gut ins Jahr gestartet. Dazu zähle zum Beispiel der Abschluss eines Vertrages mit der grössten Bank Venezuelas, der ebenfalls am Dienstag bekannt gegeben wurde. Für 2014 erwartet das Management ein Umsatzwachstum von 5% bis 10% (Non-IFRS), was Erträgen von 491 bis 515 Mio USD entspreche. Dabei sollen die Lizenzeinnahmen um 10% bis 15% zunehmen und auf 152 bis 158 Mio USD zu liegen kommen. Weiter peilt das Unternehmen einen Non-IFRS-EBIT von 123 bis 129 Mio USD an, was zu einer entsprechenden EBIT-Marge von 25,1% führen soll. (awp/mc/pg)

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