Transocean steigert Gewinn im ersten Quartal

Steven Newman

Steven Newman, CEO Transocean.

Zug – Der Ölbohrkonzern Transocean ist erfolgreich ins neue Geschäftsjahr gestartet. Im ersten Quartal 2013 verbesserte das Unternehmen den Umsatz leicht und auch auf operativer sowie Gewinnebene wurden die Vorjahresresultate überboten. Nicht zufrieden zeigt sich das Management mit der erzielten Umsatzeffizienz, die deutlich unter dem Vorjahreswert und vor allem unter der für das Gesamtjahr angepeilten Zielgrösse zu liegen kam. Transocean stellt jährliche Kosteneinsparungen in Höhe von 300 Mio USD in Aussicht.

Der Umsatz stieg im Berichtsquartal um 4,1% auf 2,2 Mrd USD, wie Transocean am späten Mittwochabend mitteilte. Der Löwenanteil davon entfällt auf Bohrkontrakte, mit denen ein Umsatz von 2,15 Mrd erzielt wurde, entsprechend einer Zunahme gegenüber dem Vorjahr um 6,5%. Der Geschäftsaufwand erhöhte sich um 7,6% auf 1,7 Mrd, wobei die grösste Postenstelle – die Unterhaltskosten – um rund 11% auf 1,4 Mrd stieg.

Das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT verbesserte sich um rund 27% auf 473 Mio USD. Das Reinergebnis nach Minderheiten kam bei 321 Mio zu liegen nach einem Gewinn von 10 Mio im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn pro Aktie (verwässert) stieg entsprechend auf 0,88 USD nach 0,03 USD im ersten Quartal 2012. Belastet wurde das Ergebnis von Sondereffekten in Höhe von 16 Mio USD, wie es heisst.

Transocean hat damit die Prognosen der Analysten beim Reingewinn übertroffen, die Schätzungen der ZKB zum Umsatz und EBIT aber verfehlt.

Umsatzeffizienz «enttäuschend» – Guidance gilt weiterhin
Die für Transocean wichtige Kennzahl des ausgeschöpften Umsatzpotentials (Revenue efficiency) kam per Ende März bei 88,0% zu liegen, was der Transocean-CEO Steven Newman an einer Telefonkonferenz vom heutigen Donnerstag als enttäuschend bezeichnete. Per Ende 2012 lag diese bei 94,7% und per Ende März 2012 bei 90,4%.

Die geringere Effizienz erklärt sich vor allem mit Reparaturarbeiten und entsprechenden Ausfallzeiten bei bestimmten Ultra-Tiefsee-Bohrinseln, wie es hiess. Die finanzielle Belastung bezifferte Finanzchef Esa Ikäheimonen an der Telefonkonferenz auf 63 Mio USD.

Die für das Gesamtjahr 2013 angepeilte durchschnittliche Umsatzeffizienz der gesamten Flotte von rund 93% bekräftigte Ikäheimonen. Dagegen nahm er die Zielgrösse für die Investitionsausgaben (Capex) auf 2,4 Mrd USD von 3 Mrd zurück. Dies aufgrund der Zahlungen für die derzeit im Bau befindlichen Bohrplattformen.

Kosteneinsparungen von 300 Mio jährlich
Das Transocean-Management will die operativen Margen weiter verbessern, was mit dem im vierten Quartal begonnenem Effizienzprogramm erreicht werden soll. Die Restrukturierung sollte in einer effizienteren und fokussierteren Organisation resultieren, heisst es. Zudem stellt das Unternehmen jährliche Kosteneinsparungen in Höhe von 300 Mio USD in Aussicht. Die gesamte Kostenstruktur werde man weiterhin unter Beobachtung halten, heisst es weiter.

Aktie im Minus
An der US-Börse finden die News keinen Applaus. Die Transocean-Aktie eröffnete den Handel bereits in der Verlustzone und notiert gegen 18.20 Uhr in einem wenig veränderten US-Markt um 1,3% tiefer auf 54,55 USD. (awp/mc/ps)

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