UBS Immobilienblasen-Index zeigt moderate Risikozunahme

Einfamilienhaus
(Foto: Marcel Schauer - Fotolia.com)

Die Regionen Luzern, Innerschwyz und Glattal-Furttal zählen neu zu den Gefahrenregionen. (Foto: Marcel Schauer – Fotolia.com)

Zürich – Der UBS Swiss Real Estate Bubble Index verharrt in der Risikozone und steht aktuell bei 1,17. Gegenüber dem Vorquartal entspricht dies einem Anstieg von 0,06 Indexpunkten. Der Indexanstieg ist auf anhaltende Preissteigerungen bei Wohnimmobilien und auf eine Zunahme der Hypothekarkredite bei stagnierenden Haushaltseinkommen und Konsumentenpreisen zurückzuführen. Dämpfend wirkt hingegen die leicht rückläufige Bedeutung der Bauindustrie für die Schweizer Volkswirtschaft. So hat die Zunahme der Baubewilligungen und der Neubauten (noch) nicht zu einem deutlichen Anstieg der Bauinvestitionen geführt.

Der praktisch ungebrochene Anstieg der Risiken auf dem Wohnimmobilienmarkt in den letzten vier Jahren setzt sich fort. Ende 2008 lag der Index noch mit minus 0,72 Punkten in der Balance-Zone und stieg seither im Mittel jedes Quartal um 0,11 Indexpunkte. In dieser Zeitspanne wies die Schweiz mit real mehr als 20 Prozent die stärksten Preissteigerungen bei Wohnimmobilien aller europäischen Länder auf.

Eigentumswohnungen stossen weiter auf grosses Interesse
Anlass zur Vorsicht gibt weiterhin die hohe Zahl der Kreditanträge für nicht zum Eigengebrauch vorgesehene Liegenschaften. Der Kauf von Eigentumswohnungen zum Zweck der Vermietung scheint unvermindert auf hohes Interesse zu stossen. Doch angesichts des unvorteilhaften Verhältnisses von Kaufpreis zu Mieten respektive einer Bruttorendite von gerade mal 3,5 Prozent im Schweizer Mittel werden sich Neuinvestitionen nur bei anhaltend tiefen Zinsen oder weiter steigenden Preisen auszahlen.

Luzern, Innerschwyz und Glattal-Furttal neue Gefahrenregionen
Die Regionen Luzern, Innerschwyz und Glattal-Furttal zählen neu zu den Gefahrenregionen. Ausschlaggebend war der neuerliche Anstieg des UBS Swiss Real Estate Bubble Index im vergangenen Quartal. Luzern und Innerschwyz gehören zu den Regionen mit dem stärksten Preiswachstum aller Wirtschaftsregionen seit 2009. Die Region Glattal-Furttal wies ein leicht schwächeres Preiswachstum auf, gehört jedoch landesweit bereits zu den zwanzig Regionen mit den höchsten Preisniveaus.

Die Regionen Zürich, Genf und auch Lausanne zählen aufgrund ihrer nationalen Bedeutung weiterhin zu den riskantesten Regionen der Schweiz. Die bedeutenden Agglomerationsregionen Zug, Pfannenstiel, Limmattal, Zimmerberg, March, Unteres Baselbiet, Vevey, Morges und Nyon sowie die Tourismusregionen Davos, Saanen-Obersimmental und Oberengadin gehören ebenso zu den Gefahrenregionen. Damit leben bereits mehr als 2,5 Millionen Personen oder rund 30 Prozent der Gesamtbevölkerung in den Gefahrenregionen.

In die Kategorie der Monitoringregionen fallen nebst Appenzell Innerrhoden und dem Prättigau auch die Wirtschaftsregionen Basel-Stadt, Knonaueramt und Nidwalden.(UBS/mc/pg)

UBS Immobilien

Gemäss Definition kann der Index in Abhängigkeit des aktuellen Wertes folgende fünf nach Risiken aufsteigend geordneten Stufen einnehmen: Baisse, Balance, Boom, Risiko und Blase. Der UBS Swiss Real Estate Bubble Index setzt sich aus den folgenden sechs Subindizes zusammen: Verhältnis von Kauf- zu Mietpreisen, Verhältnis von Hauspreisen zum Haushaltseinkommen, Entwicklung von Hauspreisen zur Inflation, Verhältnis von Hypothekarverschuldung zum Einkommen, Verhältnis von Bautätigkeit zum Bruttoinlandprodukt (BIP) sowie Anteil der gestellten Kreditanträge für zur Vermietung vorgesehene Liegenschaften zu Total der Kreditanträge von UBS Privatkunden.

 

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