Uhrenexporte steigen 2017

Uhren
(Foto: Pixabay)

Biel – Die Schweizer Uhrenexporte sind im Dezember 2017 nominal gestiegen, aber real gesunken. Für das Gesamtjahr 2017 war hingegen nominal und real ein Anstieg zu beobachten.

Im Monat Dezember stieg das Exportvolumen gegenüber der Vorjahresperiode nominal um 0,7% auf 1,67 Mrd CHF, während real ein Minus von 0,9% resultiert, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Dienstag mitteilt. Arbeitstagsbereinigt weist die EZV ebenfalls ein um 0,7% höheres Exportvolumen aus (real: +4,6%).

Blickt man auf das vierte Quartal, dann ergibt sich ein nominaler Anstieg der Uhrenexporte um 5,7% auf 5,5 Mrd CHF. Real nahm das Volumen hier um 4,9% zu, während arbeitstagsbereinigt ein Plus von nominal 8,9% und real von 8,1% resultiert.

Das Gesamtjahr 2017 schliesst die Uhrenbranche im Plus ab. Die Uhrenexporte stiegen im vergangenen Jahr um nominal 2,7% auf 19,9 Mrd CHF, real ergab sich ein Plus von 1,0%.

Situation hat sich laufend verbessert
Beim Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie gibt man sich ob der Zahlen grundsätzlich erfreut. Nach zwei rückläufigen Jahren in Folge und einem neuen Tiefstand habe sich die Nachfrage nach Uhren 2017 allmählich wieder erholt, teilt der Verband am Dienstag in einem Communiqué mit.

Auch nach Regionen betrachtet hätten mehr und mehr Märkte zum Wachstum zurückgefunden, obschon einige nach wie vor im Minus lägen, heisst es. Konkret war der Wachstumsmotor 2017 dank einem sehr guten zweiten Halbjahr Asien (+4,8%), das die Hälfte des Exportumsatzes generierte.

Die meisten fernöstlichen Märkte verbesserten sich 2017, während der Mittlere Osten stärker zu kämpfen hatte. Hongkong (+6,0%) begann sich im Frühling zu erholen und schloss das Jahr mit einem erheblichen Zuwachs ab. In China (+18,8%) war der Aufwärtstrend zuerst zu beobachten, teilt der Verband mit. Entsprechend verzeichnete dieser Markt den grössten Zuwachs.

Trotz eines sehr guten vierten Quartals schloss Japan (-2,6%) das Jahr leicht rückläufig ab. Singapur (+8,5%) und Südkorea (+5,6%) erlebten hingegen eine erfreuliche Entwicklung, während sich die Vereinigten Arabischen Emirate (-3,5%) und Saudi-Arabien (-6,4%) weiterhin rückläufig entwickelten, obwohl sich der Trend etwas abschwächte.

Europa (+2,6%) legte weniger zu das Wachstum schwächte sich leicht ab, blieb aber ein wichtiger Akteur der Erholung. Dabei verlor die Wachstumsphase Grossbritanniens (+7,0%) im zweiten Halbjahr an Schwung, trug aber über das ganze Jahr gesehen am stärksten zu den positiven Zahlen bei.

Am wenigsten erfreulich waren schliesslich die Zahlen der USA (-4,4%), wo im dritten Jahr in Folge weniger abgesetzt wurde. Trotz der günstigen Wirtschaftsbedingungen findet dieser Markt nur zögernd neuen Gefallen an Luxusprodukten, zumindest über die traditionellen Verkaufskanäle, so das Fazit des Uhrenverbandes. (awp/mc/ps)

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