Conzzeta verkauft FoamPartner an belgische Recticel

Michael Willome
Conzzeta-CEO Michael Willome. (Foto: Conzzeta)

Zürich – Die sich in einer Transformationsphase befindende Conzzeta-Gruppe kann eine weitere Devestition abhaken. Der verbliebene Teil des Geschäftsbereichs Chemische Spezialitäten (FoamPartner) wird an die belgische Recticel verkauft, einem Spezialisten für Polyurethanchemie aus Brüssel.

Die Transaktion stuft FoamPartner mit einem Unternehmenswert von 270 Millionen Franken ein, wie Conzzeta am Dienstag anlässlich eines Investorentages mitteilte. FoamPartner trug 2019 noch knapp 300 Millionen Franken zum Gesamtumsatz von Conzzeta bei.

Die drei Marktsegmente Mobility, Specialties und Living & Care von FoamPartner sollen die Produktpalette von Recticel ergänzen. Der Verkauf von FoamPartner an Recticel folge einer „überzeugenden industriellen Logik mit den bestmöglichen Perspektiven für die Mitarbeitenden von FoamPartner und ihrer Kunden“, lässt sich in der Mitteilung Conzzeta-CEO Michael Willome zitieren. Dies sei ein „wichtiger Schritt“ zur Neuausrichtung des Unternehmens auf den Geschäftsbereich Bystronic.

Conzzeta will sich bekanntlich künftig einzig auf die Sparte Bystronic fokussieren, welche Maschinen zur Blechbearbeitung herstellt. Nachdem der Verkauf von FoamPartner nun besiegelt ist, steht nur noch die Devestition der Sparte Outdoor mit Mammut an.

Für den Verkauf dieser unter Naturfreunden gut bekannten Marke will sich Conzzeta aber Zeit lassen. In der aktuellen Mitteilung heisst es dazu, Mammut sollte bis Mitte 2021 verkauft sein, vorbehältlich der Marktverfassung.

Preis vernünftig
CEO Willome bezifferte den Verkaufspreis von FoamPartner anlässlich eines Investorentages auf etwa 10,5 mal den EBITDA des Jahres 2019 und bezeichnete dies als „vernünftig“.

Genauere Angaben zum Buchgewinn und zur Verwendung der damit zufliessenen Mittel will er erst nach Abschluss der Transaktion machen. Er liess aber durchblicken, dass wie beim Verkauf der Glasbearbeitungssparte das Geld verschiedenen Kanälen zufliessen werde.

Damals gab es für die Aktionäre eine Sonderausschüttung in Form einer Extra-Dividende. Der grössere Teil des Erlöses soll für die Expansion von Bystronic verwendet werden, aber auch die Aktionäre sollten zum Zug kommen, so Willome.

Und hinsichtlich des Verkaufs von Mammut meinte er: „Das Interesse an Mammut ist sehr hoch. Wir rechnen mit einem Abschluss der Transaktion im ersten Quartal 2021.“ (awp/mc/ps)

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