Straumann hat im zweiten Semester wieder auf den Wachstumspfad gefunden

Straumann hat im zweiten Semester wieder auf den Wachstumspfad gefunden
Straumann-CEO Guillaume Daniellot. (Foto: Straumann)

Basel – Das Dentalunternehmen Straumann hat 2020 wegen der Covid-Krise insgesamt zwar weniger umgesetzt und verdient als im Vorjahr. In der zweiten Jahreshälfte ist das Unternehmen aber wieder gewachsen. Entsprechend zuversichtlich blickt das Management ins laufende Jahr.

Konkret schrumpfte der Umsatz um 10,7 Prozent auf 1,43 Milliarden Franken, wie Straumann am Dienstag mitteilte. Organisch, also ohne Wechselkurseffekte und Übernahmen, sank der Umsatz um 5,6 Prozent. Im ersten Semester war Straumann noch um fast 20 Prozent geschrumpft.

Zum Jahresende sei das organische Wachstum mit plus 7,7 Prozent in allen Regionen zurückgekehrt, schrieb Straumann dazu. Am besten seien die Geschäfte in der Regionen Asien/Pazifik gelaufen. Dort habe Straumann im vierten Quartal wieder mit hoch zweistelligen Wachstumsraten zugelegt.

Wertberichtigungen
Die Gewinnzahlen brachen deutlich ein. Dafür waren nicht zuletzt Wertberichtigungen in der Höhe von 150 Millionen Franken verantwortlich, die Straumann bereits im Sommer vorgenommen hatte. Sie fielen auf einige in der Vergangenheit getätigte Akquisitionen an und wurden wegen der Pandemie fällig.

Der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern sackte in der Folge um mehr als die Hälfte auf 157 Millionen Franken ein. Unter dem Strich verblieb ein Reingewinn von 92 Millionen Franken, nach 308 Millionen im Vorjahr.

Deutlich besser fällt das Ergebnis aus, wenn man es auf «Kern»-Basis betrachtet, also die Sonderposten sowie Abschreibungen auf akquisitionsbezogene Vermögenswerte herausrechnet. Dieser Kerngewinn lag mit 261 Millionen Franken über den Erwartungen der Analysten. Auch die unveränderte Dividende von 5,75 Franken je Aktie lag am obersten Ende der Erwartungen.

Guter Start in 2021
Mit Blick auf das laufende Jahr zeigt sich das Straumann-Management zuversichtlich. Unter Ausklammerung von Währungseffekten werde Straumann 2021 wieder das Niveau von 2019 erreichen, sagte CEO Gillaume Daniellot an einer Telefonkonferenz. Die Gruppe strebe ein Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich an sowie eine Verbesserung der Profitabilität (Kern-EBIT).

Zuversichtlich stimmt Daniellot, dass Straumann «sehr gut» ins laufende Jahr gestartet sei. So habe sich die starke Entwicklung in Asien von Ende Jahr im bisherigen Jahresverlauf 2021 fortgesetzt und auch Nordamerika habe einen guten Start an den Tag gelegt.

Mit den vorgelegten Resultaten übertraf Straumann fast in vor Covid-Krisen Manier die Prognosen der Analysten – in den vergangenen Jahren pflegte das Unternehmen deren Erwartungen fast immer zu übertrumpfen. Die Experten stören sich allerdings am Ausblick, der ihrer Meinung nach wenig ambitioniert ausgefallen ist.

Die Aktien haben mit einigem Auf und Ab auf die zahlen reagiert. Zum Handelsende legten sie 5,0 Prozent auf 1’170,50 Franken zu. (awp/mc/ps)

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