Unterschiedliche Entwicklung der Beschäftigung im 1. Quartal

Unterschiedliche Entwicklung der Beschäftigung im 1. Quartal

Neuenburg – Im 1. Quartal 2016 ist die Gesamtbeschäftigung (Anzahl Stellen) im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,6 Prozent gestiegen (0,0% zum Vorquartal). In Vollzeitäquivalenten nahm die Beschäftigung im selben Zeitraum um 0,2 Prozent ab. Die anderen Beschäftigungsindikatoren entwickelten sich ebenfalls rückläufig. Dies geht aus den Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) hervor.

Gemäss der Beschäftigungsstatistik (BESTA) zählte die Schweiz im 1. Quartal 2016 insgesamt 4,878  Millionen Beschäftigte im sekundären und tertiären Sektor, was einer Zunahme von 0,6 Prozent (+31‘000 Stellen) innert Jahresfrist entspricht. Im sekundären Sektor nahm die Beschäftigung um 1,6 Prozent ab (-17‘000 Stellen), während im tertiären Sektor eine Zunahme um 1,3 Prozent (+48‘000 Stellen) zu beobachten war.

In Vollzeitäquivalenten belief sich das Beschäftigungsvolumen insgesamt auf 3,818 Millionen Beschäftigte (-0,2% gegenüber dem Vorjahresquartal). Während sich der sekundäre Sektor rückläufig entwickelte (-1,8%, -17‘000 Einheiten), stieg die Beschäftigung in Vollzeitäquivalenten im tertiären Sektor an (+0,4%, +11‘000 Einheiten). Bei den saisonbereinigten Werten blieb die totale Beschäftigung im Vergleich zum Vorquartal unverändert, im sekundären Sektor hat sie abgenommen (-1,1%), im tertiären Sektor hingegen leicht zugenommen (+0,1%).

Beschäftigte nach Wirtschaftssektoren und Branchen: Rückgang im sekundären Sektor
Im sekundären Sektor war das Beschäftigungswachstum sowohl im Abschnitt «Verarbeitendes Gewerbe» (-13‘000 Stellen, -1,9%) wie auch im «Baugewerbe» (-4000 Stellen, -1,2%) rückläufig. Im tertiären Sektor entwickelte sich die Mehrheit der Wirtschaftsabschnitte positiv, am deutlichsten zeigte sich das im «Gesundheits- und Sozialwesen» (+26‘000; +4,1%) und im «Gastgewerbe» (+5000; +2,3%).

Beschäftigte nach Grossregionen: unterschiedliche Lage nach Sektoren und Regionen
Im 1. Quartal 2016 konnte in fünf Grossregionen ein Beschäftigungswachstum im Jahresvergleich beobachtet werden, wobei das Tessin den höchsten prozentualen Anstieg verzeichnete (+4,7%). Im sekundären Sektor verzeichneten sämtliche Grossregionen Rückgänge zwischen 0,7 (Espace Mittelland) und 3,1 Prozent (Zentralschweiz). Der tertiäre Sektor vermeldete mit Ausnahme der Nordwestschweiz (-1,6%) in allen Grossregionen einen Anstieg der Beschäftigten zwischen 0,5 (Ostschweiz) und 6,6 Prozent (Tessin).

Abnahme der offenen Stellen
In der gesamten Wirtschaft wurden 4700 offene Stellen weniger gezählt als im entsprechenden Vorjahresquartal (-8,5%). Die Rückgänge betrugen im sekundären Sektor 18,9 Prozent und im tertiären Sektor 5,2 Prozent. Die Quote der offenen Stellen entsprach im Total einem Anteil von 1.1 Prozent (1.0% im sekundären und 1.1% im tertiären Sektor).

Stabile Beschäftigungsaussichten
Die Unternehmen, welche den Personalbestand im nächsten Quartal beibehalten wollen, repräsentieren im 1. Quartal 2016 69,0 Prozent der Gesamtbeschäftigung (gegenüber 72,3% im Vorjahresquartal). Diejenigen Unternehmen, die eine Erhöhung der Beschäftigtenzahl planen, vertreten 8,3 Prozent der Beschäftigten (9,5% im Vorjahresquartal) und jene, welche einen Beschäftigungsabbau beabsichtigen, 4,9 Prozent (5,8% im Vorjahresquartal).
Der Indikator der Beschäftigungsaussichten, der aus diesen Angaben berechnet wird, ist gegenüber dem Vorjahr beinahe unverändert geblieben (1,02; -0,1%). Im sekundären Sektor sind die Beschäftigungsaussichten am besten im «Maschinenbau», im tertiären Sektor ist wiederum die Branche «Informationstechnologische und Informationsdienstleistungen» mit dem positivsten Ausblick.

Weniger Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von qualifiziertem Personal
Die Schwierigkeiten bei der Personalrekrutierung von gelernten Arbeitskräften haben im Vergleich zum Vorjahresquartal erneut abgenommen (28,3%, -1,7 Prozentpunkte). (BFS/mc/ps)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.