Valora erzielt 2014 EBIT im Rahmen der Erwartungen

Michael Müller
Valora-CEO Michael Müller. (Foto: Valora/Flickr)

Valora-CEO Michael Müller. (Foto: Valora/Flickr)

Muttenz – Der Handelskonzern Valora schrumpft sich weiter gesund. Nach dem Verkauf des Pressegeschäfts und der Sparte Services will sich der Handelskonzern nun auch von dem bereits auf dem Prüfstand stehenden Trade-Geschäft trennen. Zudem gab das Unternehmen Eckzahlen für 2014 bekannt sowie einen Ausblick auf das laufende und kommende Jahr.

Im vergangenen Jahr wurde ein Betriebsergebnis im Rahmen der Erwartungen und damit von über 30 Mio CHF erzielt, heisst es in der Mitteilung vom Donnerstag. Beim Nettoumsatz wird mit rund 1,9 Mrd CHF gerechnet, das Reinergebnis soll im positiven Bereich liegen.

Zudem gab Valora eine Guidance für das erwartete Betriebsergebnis 2015 und 2016. Unter der Berücksichtigung einer Währungsparität zwischen Euro und Franken werde aus den fortgeführten Tätigkeiten inklusive Naville ein EBIT für 2015 von 45-50 Mio und für 2015 von 65-70 Mio CHF erwartet. Massnahmen zur bestmöglichen Kompensation des Währungseffektes, den Valora bei rund 10 Mio CHF bei Währungsparität sieht, seien in Vorbereitung.

Trennung von Sparte Trade
Der Transformationsprozess schreite nach dem Verkauf der Division Services voran, heisst es weiter. Nach der strategischen Überprüfung der Sparte Trade werde diese neu als «zu Veräusserungszwecken gehalten» klassifiziert. Die finale Entscheidung zum Ausstieg aus dem Tradegeschäft ermögliche es der Division, Wachstumspotenzial ausserhalb der Gruppe zu finden, heisst es weiter. Diese Neuklassifizierung erfordere eine Wertberichtigung im tiefen bis mittleren zweistelligen Millionenbereich im Jahresabschluss 2014.

Nach dem Verkauf werde Valora dann ausschliesslich das Kerngeschäft Retail und Ditsch/Brezelkönig im Betriebsergebnis ausweisen. Die in der Vergangenheit geäusserten Aussichten für die Bereiche blieben bestehen, die strategischen Initiativen zur Steigerung der Profitabilität und des Wachstums entwickelten sich nach Plan.

Analysten werteten die Eckdaten und besonders den Ausblick wenig positiv, Valora habe damit «erneut enttäuscht», heisst es bei der ZKB. Strategisch sieht derweil Kepler die geplante Trennung von Trade positiv, es sei der nächste Schritt für das Unternehmen auf dem Weg zu neuen Wachstumsfeldern und der Konzentration auf das Kerngeschäft. (awp/mc/ps)

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