VAT mit Rückgang beim Umsatz und Auftragseingang

VAT mit Rückgang beim Umsatz und Auftragseingang
Michael Allison, CEO VAT Group. (Foto: VAT)

Haag – VAT hat im dritten Quartal 2018 beim Auftragseingang starke Einbussen verzeichnet, während der Umsatzrückgang vergleichsweise moderat ausfiel. Die Marktschwäche im Halbleitermarkt hat zu einem deutlichen Nachfragerückgang geführt. Die erst im August gesenkte Guidance wurde erneut heruntergesetzt.

Der Umsatz sank gegenüber der Vorjahresperiode um 2,5 Prozent auf 162,7 Millionen Franken, wie der Ostschweizer Vakuumventil-Hersteller am Donnerstag mitteilte. Der Auftragseingang brach jedoch mit -26 Prozent auf 132,6 Millionen regelrecht ein. Der Auftragsbestand per Ende Quartal wird auf 128,3 Millionen Franken beziffert, ein Minus von 19 Prozent gegenüber Ende Juni.

Mit den vorgelegten Zahlen hat das Unternehmen die Erwartungen der Analysten beim Umsatz übertroffen, beim Auftragseingang jedoch klar verfehlt. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 155,9 Millionen Franken, jener zum Auftragseingang bei 160,0 Mio.

Verzögerungen bei Speicherchip-Projekten
Die Nachfrage sei wie erwartet vor allem aufgrund von Verzögerungen bei Halbleiterprojekten im Bereich Speicherchips zurückgegangen, schrieb das Unternehmen. Dies beruhe vor allem auf der Verschiebung einiger Projekte auf einen späteren Zeitpunkt. Die Kapazitäten insbesondere im Bereich Speicher-Halbleiter seien in den vergangenen zweieinhalb Jahren massiv ausgebaut worden und die Kunden würden zunächst die vorhandenen Anlagen auslasten.

Der Umsatz im dritten Quartal im Segment Global Service wuchs um 3 Prozent auf 28 Millionen Franken, während das Segment Ventile ein Minus von 4 Prozent auf 125 Millionen auswies. Positiv werden Spezifikationsgewinne bei einem Display-Hersteller gewertet, womit die Grundlage für künftiges Wachstum gelegt werde.

VAT hatte per Mitte Oktober aufgrund der Nachfrageentwicklung am Standort Haag für 400 Mitarbeitende Kurzarbeit bis Ende Jahr eingeführt.

Nach neun Monaten weist VAT einen Umsatz in Höhe von 493,3 Millionen Franken (+11%) sowie einen Auftragseingang von 550,5 Millionen (-6,7%) aus.

Umsatzguidance 2018 gesenkt
Die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2018 wurde erneut gesenkt. Neu erwartet VAT bei konstanten Wechselkursen mindestens einen Umsatz auf dem Vorjahreswert. Zuvor wurde ein Wachstum im mittleren einstelligen Bereich erwartet. Nach der im dritten Quartal beobachteten Abschwächung der Nachfrage wird für den Rest des Jahres keine wesentliche Erholung erwartet.

Die EBITDA Marge soll im Bereich des Vorjahres liegen (31,1%) und der Capex rund 8 Prozent des Umsatzes ausmachen, wie es weiter hiess. Zuvor hatte VAT eine EBITDA-Marge auf dem Niveau des ersten Halbjahres in Aussicht gestellt (31,6%). Der Reingewinn und der Gewinn je Aktie werden weiterhin deutlich über dem Vorjahr erwartet.

Stephan Bergamin wird neuer Finanzchef
Zudem hat das Unternehmen einen Nachfolger für den Finanzchef Andreas Leutenegger ernannt. Stephan Bergamin soll per 1. Januar 2019 den CFO-Posten übernehmen. Leutenegger hatte seinen Rücktritt auf Ende Jahr im September angekündigt.

Bergamin stosse von der Gearbulk Group, einem global agierenden Frachtgutunternehmen, zu VAT, wo er von 2015 bis 2018 als CFO tätig war. Zuvor hatte er Managementpositionen etwa bei Goldbach, Cofely oder der Steiner Gruppe inne.(awp/mc/pg)

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