Vetropack: Umsatz sinkt, Reingewinn legt stark zu

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Bülach – Die Vetropack-Gruppe hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 wegen des starken Frankens einen Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Die EBIT-Marge blieb dagegen konstant und der Reingewinn stieg aufgrund tieferer Kursverluste im Vergleich mit dem Vorjahr deutlich an. Den Aktionären wird die Ausschüttung einer erhöhten Dividende vorgeschlagen. Für das Jahr 2012 geht Vetropack von einer leichten Steigerung der Verkaufvolumen aus.

Der konsolidierte Umsatz ging im 2011 um 8,3% auf 589,4 Mio CHF zurück. Währungsbereinigt lag der Umsatz um 1,6% über dem Vorjahreswert, teilt das auf Glasverpackungen spezialisierte Unternehmen am Mittwoch mit. Der EBIT ging auf 77,3 Mio von 84,2 Mio CHF zurück bei einer konstanten EBIT-Marge von 13,1%. Der Reingewinn stieg auf 59,0 Mio CHF nach 38,7 Mio im Vorjahr an. Zu dieser deutlichen Steigerung um 53% hätten vor allem die tiefer ausgefallenen Kursverluste beigetragen.

Mit diesen Zahlen hat Vetropack die Erwartungen der Analysten beim Umsatz und Reingewinn übertroffen, auf Stufe EBIT jedoch knapp verfehlt.

Lageraufbau – Konzentration auf hochmargige Produkte
Im 2011 produzierte Vetropack 1,2 Mio Tonnen Glasverpackungen, rund 2,8% mehr als im Vorjahr. Die Mehrproduktion habe dazu gedient, die tiefen Lagerbestände wieder aufzubauen, heisst es weiter. Die Verkäufe gingen hingegen um rund 4% auf 4,17 Mrd Stück zurück. Die Reduktion bei den Verkäufen habe seien ein Zeichen der Strategie, sich auf die Produktion der Produkte mit hoher Marge zu konzentrieren.

Insgesamt investierte Vetropack im 2011 mit 85,2 Mio CHF deutlich mehr. Im 2010 betrugen die Investitionen noch 52,7 Mio. Den Schwerpunkt des Investitionsprogramms bildete der Ersatz einer Schmelzwanne im österreichischen Vetropack-Werk Kremsmünster. Ferner wurden an mehreren Standorten die Glasblasmaschinen ausgetauscht.

Solide Bilanz
Die konsolidierte Bilanzsumme erhöhte sich per Ende Jahr um 7,2% auf 766,2 Mio CHF. Das Eigenkapital lag mit 569 Mio CHF über dem Vorjahreswert von 546,5 Mio. Das Fremdkapital stieg um 29 Mio CHF auf 197,2 Mio. Der Eigenkapitalanteil betrug damit 74,3%, nach 76,5% im Vorjahr.

Erhöhte Dividende
Vetropack plant die Auszahlung einer erhöhten Dividende von 35 CHF je Inhaber- bzw. 7 CHF je Namenaktie. Für das Geschäftsjahr 2010 wurde 30 CHF je Inhaber- bzw. 6 CHF je Namenaktie ausgeschüttet, dazu eine Jubiläumsdividende in Höhe von 15 CHF bzw. 3 CHF.

Zudem kommt es bei Vetropack zu einem Wechsel im Verwaltungsrat. Anstelle des abtretenden Werner Degen wird an der Generalversammlung Sönke Bandixen zur Wahl vorgeschlagen.

Höhere Nachfrage erwartet
Für das laufende Geschäftsjahr 2012 seien keine deutlichen Anzeichen vorhanden, dass sich die schrittweise Erholung des Marktes fortsetzen wird, schreibt das Management im Geschäftsbericht. Tendenziell sei aber von einer leichten Erhöhung der Nachfrage auszugehen.

Die Vetropack-Gruppe werde analog zu diesem Marktumfeld ihre Kapazitäten voll auslasten und das Verkaufsvolumen leicht steigern. Zur Deckung der steigenden Energie- und Rohstoffkosten seien weitere Preisanpassungen notwendig. Detaillierte Angaben zur erwarteten Geschäftsentwicklung werden keine gemacht.  (awp/mc/pg)

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