Loeb im 1. Halbjahr mit leicht tieferem Nettoerlös

Nicole Loeb

Nicole Loeb Furrer, Delegierte des Loeb-Verwaltungsrates.

Bern – Die Berner Warenhaus-Gruppe Loeb hat im ersten Halbjahr 2012 in einem wirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld einen leichten Umsatzrückgang hinnehmen müssen und einen zum Vorjahr unveränderten Reingewinn erzielt. Während Investitionen in neue Läden oder in den Online-Shop auf den Betriebgewinn drückten, profitierte Loeb unter dem Strich von einem verbesserten Finanzergebnis.

Der Nettoerlös der Gruppe lag mit 46,3 Mio CHF leicht unter dem Wert von 46,6 Mio aus dem Vorjahr, wobei sich die von Loeb selbst bewirtschaftete Verkaufsfläche leicht um 160 auf 13’000 m2 reduzierte. Nach Abzug des Warenaufwands beläuft sich der Bruttogewinn auf 20,6 (Vj 20,9) Mio ebenfalls leicht unter Vorjahresniveau. Mit Konzessions- und Mieterträgen ergibt sich ein Betriebsertrag von 26,5 (26,6) Mio, wie Loeb am Montag mitteilte.

Zurückhaltende Konsumenten und Preisdruck
Der leichte Erlösrückgang um 0,6% sei vor allem auf den anhaltenden Preisdruck und die zurückhaltende Konsumentenstimmung zurückzuführen, so Loeb. Dabei reduzierte sich die Bruttomarge aufgrund der tieferen Verkaufspreisen auf 44,5% nach 44,8%. Die Sparte Immobilien wurde mit dem Kauf der Liegenschaft an der Schauplatzgasse 22 in Bern weiter ausgebaut, die Mietzinseinnahmen konnten so gesteigert werden.

Auf der Kostenseite hätten jedoch die Umsetzung der Expansionsstrategie, die Lancierung der neuen Loebkarte sowie des Online-Shops zum etwas höheren Betriebsaufwand von 22,0 (21,5) Mio CHF geführt. So wurden etwa neue Geschäfte im Berner Ryffligässchen und in Freiburg eröffnet. Der Betriebsgewinn EBIT sank entsprechend auf 0,4 von zuvor 1,0 Mio. Das Gruppenergebnis belief sich in der traditionell schwächeren ersten Jahreshälfte unverändert auf 0,2 Mio. Hier seien die höheren Kosten mit einem besseren Finanzergebnis kompensiert worden, heisst es. Aufgrund der Beruhigung an den Finanzmärkten sank der Saldo im Finanzerfolg auf -0,2 von zuvor -0,8 Mio CHF, so die Mitteilung.

Keine Prognosen
Loeb hat zuletzt eine Verbesserung der Konsumentenstimmung festgestellt: Seit Mai sei ein erfreuliche Kehrtwende eingetreten, heisst es im Ausblick der Gruppe. Ob dieser Trend in der zweiten Jahreshälfte allerdings anhalte, sei derzeit ungewiss. Auf eine Prognose für das Geschäftsjahr 2012 werde deshalb verzichtet.

Loeb ging vor 25 Jahren an die Börse. Heute Abend führt das Unternehmen im Zirkus Knie auf der Berner Allmend zum 25. Mal die Partizipantenversammlung durch. (awp/mc/pg)

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