Weko untersucht Preissysteme der Post für Geschäftskunden

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(Foto: Schweizerische Post)

Bern – Die Wettbewerbskommission (Weko) hat eine Untersuchung der Preissysteme der Post für Geschäftskunden eröffnet. Die Vorabklärung hat Anhaltspunkte für Kartellrechtsverstösse im Bereich der Briefsendungen ergeben. Das Weko-Sekretariat hat Anhaltspunkte dafür, dass die Schweizerische Post bei den adressierten Briefsendungen für Geschäftskunden marktbeherrschend ist und diese Stellung missbraucht, schreibt die Weko in einer Mitteilung.

Die Post gewährt Geschäftskunden ab einem Jahresumsatz von über 100’000 Franken Spezialkonditionen, welche in einem Preissystem festgehalten sind. In der Untersuchung soll primär geklärt werden, ob die Post durch die Art der Ausgestaltung und Anwendung des Preissystems Konkurrenten im Markt behindert, indem etwa Geschäftskunden der Bezug von Leistungen bei Konkurrenten der Post erschwert oder gar verunmöglicht wird. Weiter soll geprüft werden, ob die Post gewisse Kunden diskriminiert oder in anderer Weise benachteiligt.

Die Post verfügt derzeit über ein Monopol für die meisten adressierten Briefsendungen unter 50 Gramm und darüber hinaus historisch bedingt über eine sehr starke Stellung. Die Konkurrenz befindet sich noch im Aufbau und ist nur in Teilbereichen des Postmarktes tätig. Aufgrund dieser Ausgangslage können bestimmte Verhaltensweisen der Post zu einer Behinderung des Wettbewerbs führen und für die Abnehmer nachteilige Auswirkungen haben, schreibt die Weko abschliessend. (Weko/mc/pg)

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